Automobilzulieferer Leoni findet einen Käufer für sein Werk in Stolberg

Redakteur: Tanja Schmitt

Abstoßen, was sich nicht lohnt: Leoni hat einen Käufer für sein defizitäres Werk in Stolberg gefunden. Mehr als die Hälfte der Jobs gehen dabei verloren.

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Steht kurz vor der Übernahme: das Werk in Stolberg.
Steht kurz vor der Übernahme: das Werk in Stolberg.
(Bild: Leoni)

Der angeschlagene Kabel- und Bordnetzspezialist sucht nach Wegen, um wieder profitabel zu werden. Leoni will deshalb sein verlustbringendes Werk im nordrhein-westfälischen Stolberg loswerden: „Die Entscheidung, die Geschäftsaktivitäten am Standort Stolberg einzustellen, ist uns nicht leichtgefallen. Vor dem Hintergrund einer anhaltend kritischen wirtschaftlichen Entwicklung des Standortes mussten wir jedoch handeln“, sagte Aldo Kamper, Vorstandsvorsitzender bei Leoni.

Der neue Eigentümer ist ein Käuferkonsortium um David Schlenter, Geschäftsführer von Leoni Kerpen. Dieser übernimmt die beiden Teilbereiche Datenkommunikation und Compound. Die Übergabe soll Mitte des Jahres erfolgen. Bei dem Verkauf gehen mehr als die Hälfte der Jobs verloren, nur 160 der rund 380 Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben. Laut Leoni steht „der Verkauf bislang noch unter dem Vorbehalt verschiedener Bedingungen.“

Automotive geht an geplante Standorte

Der Bereich Automotive wird ebenfalls eingestellt. Dieser war nur vorübergehend nach Stolberg gekommen, um die Auslastung zu stützen. Im vierten Quartal soll der Automotive-Bereich an die ursprünglich angedachten Standorte überführt werden.

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