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Big Data Leoni übernimmt Mehrheit an Adaptricity

| Redakteur: Sven Prawitz

Das Nürnberger Unternehmen Leoni sichert sich zwei Drittel der Adaptricity AG. Das schweizer Spin-off der ETH Zürich soll dem Kabelhersteller Kompetenzen in der Simulation sichern.

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Die im MDAX notierte Leoni AG beschäftigt weltweit rund 77.000 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Umsatz von 4,4 Mrd. Euro.
Die im MDAX notierte Leoni AG beschäftigt weltweit rund 77.000 Mitarbeiter und erzielte 2016 einen Umsatz von 4,4 Mrd. Euro.
(Bild: Leoni)

Leoni hat sich gestern (15. Februar) zwei Drittel an der Adaptricity AG gesichert. Das Spin-off der ETH Zürich bringt software-gestützte Beratungsleistungen auf Basis von elektrotechnischem Expertenwissen in den Konzern ein. Der Anbieter von Kabeln und Kabelsystemen für die Automobilbranche sichert sich dadurch den Zugang zu Kompetenzen in den Bereichen Software, Simulation und cloud-basierter Datenanalyse. Laut Pressemitteilung des Unternehmens sind das zentrale Bausteine der eigenen strategischen Weiterentwicklung, zu der auch neue digitale Geschäftsmodelle stehen. Dank Adaptricity kann Leoni eine proprietäre Software einsetzen, die zeitreihenbasierte Simulationen erstellt, um beispielsweise elektrische Verteilnetze durch Smart-Grid-Technologien zu optimieren.

Leoni strebt neben dem Ausbau des Kerngeschäfts von Adaptricity auch eine enge Verknüpfung mit seinem internationalen Projektgeschäft an. In den kommenden Monaten wird Leoni zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Elektronik, Sensorik, Software und Datenanalyse aufbauen. Mit diesen will das Unternehmen neue Geschäftsmodelle erschließen.

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