Lean & Green Management Award

Lernen mit und von den Besten

| Autor / Redakteur: Daniel Reichert / Jens Scheiner

Dr. Sebastian Weig, Leiter Gesamtplanung MAN-Werk München, hat 2017 den Award in der Kategorie „Sonderpreis“ von Frank Tempel (l.) und Alan Brunhammer (r.) entgegengenommn.
Dr. Sebastian Weig, Leiter Gesamtplanung MAN-Werk München, hat 2017 den Award in der Kategorie „Sonderpreis“ von Frank Tempel (l.) und Alan Brunhammer (r.) entgegengenommn. (Bild: Stefan Bausewein)

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Der industrieübergreifende Austausch mit praxisnahem Best-Practice-Wissen ist von wachsender Bedeutung in einer sich schnell wandelnden Industrie. Dieser Wissenstransfer kennzeichnet den „Lean & Green Management Award“. Ab sofort können Sie sich für die diesjährigen Preise bewerben.

Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, aber auch für Konzerne ist es von zentralem Interesse zu erfahren, welche Anwendungen erfolgsversprechend sind, in welchen Feldern es schon erprobte Praxisbeispiele gibt und welche Grundvorrausetzungen für einen digitalen Wandel gegeben sein müssen. Denn nur durch ein intelligentes Zusammenspiel von Digitalisierung mit Lean Management und Ressourceneffizienz, lässt sich wirksam und nachhaltig auf künftige Herausforderungen reagieren.

Um zu erfahren, was hierbei die kritischen Erfolgsfaktoren sind, nutzen Unternehmen zunehmend die Chancen, die sich ihnen in Form von Ausschreibungen, Preisverleihungen und Awards bieten. Die Möglichkeit, einen Preis zu gewinnen, ist dabei oft nur ein positiver Nebeneffekt. Viele Unternehmen schätzen vor allem, dass sie durch die Teilnahme ein externes Feedback erhalten und sich mit anderen Teilnehmern messen können. Ein solcher Benchmark ermöglicht Schwächen und Stärken zu identifizieren und über Prioritäten zu entscheiden.

Standortbestimmung und Best-Practice-Input

Besonders wertvoll ist es für die Unternehmen, als Teil der Bewertung eine umfassende Vor-Ort-Analyse zu erhalten. Bei diesen Assessments werden die eigenen Unternehmensprozesse durch externe Experten nach einer standardisierten Methode bewertet. Die Ergebnisse und das Feedback aus den Besuchen helfen die Handlungsbedarfe zu erkennen und ermöglichen den anschließenden Einstieg in die weitere Optimierungsarbeit.

Im Fokus steht dabei die offene Feedback-Kultur zwischen Teilnehmern und Auditoren. Umso intensiver der Austausch, desto stärker tritt das mit- und vor allem voneinander Lernen in den Fokus des Wettbewerbs. Von diesem Wissenstransfer profitieren sowohl die Teilnehmer des Awards als auch die Organisatoren, die meist über Jahre hinweg verfolgen können, welche Ansätze erfolgsversprechend sind, welche sich schon als praxistauglich erwiesen haben und welche hinter ihren Erwartungen zurückgeblieben sind.

Das Feedback an die Teilnehmer hilft dabei, eventuelle Schwachstellen aufzudecken und neue Impulse zu setzen. Sie erfahren, welche neuen Trends sich abzeichnen und wo es erste Implementierungsansätze gibt. Neben diesen direkten, individuellen Einschätzungen bietet eine Wettbewerbsteilnahme zudem die Möglichkeit, sich auch zwischen den Teilnehmern zu vernetzen. Zum einen stellen die Organisatoren bei gegenseitigem Interesse direkten Kontakt her und zum anderen enden die Wettbewerbe meist mit einer Abschlussveranstaltung, die von allen Teilnehmern besucht werden kann und das gegenseitige Netzwerken fördert.

Der Lean & Green Management Award

Der Lean & Green Management Award hat sich seit 2012 zur Aufgabe gemacht, besonders erfolgreiche Ansätze in den Feldern Industrie 4.0, Lean-Management und Ressourceneffizienz zu würdigen. Erklärtes Ziel des Awards ist es, einen Best-Practice-Austausch zu ermöglichen. Dabei werden explizit nicht nur technische Einzellösungen betrachtet, sondern vielmehr die Prozesse im gesamten Unternehmen untersucht. Im Vordergrund steht die Frage, wie es gelingt, Lean Management und Ressourceneffizienz bestmöglich in Unternehmenskultur und -strategien zu integrieren und welche Digitalisierungsansätze hierbei eine entscheidende Rolle spielen können. Ein wesentliches Kennzeichen des Lean & Green Management Award ist, dass er nicht auf eine Industrie beschränkt ist, sondern einen industrieübergreifenden und internationalen Ansatz verfolgt.

Individuelles und direktes Feedback

Der erste Schritt zur Teilnahme ist das Ausfüllen eines Fragebogens. Die Selbstauskunft dient als Standortbestimmung. Anschließend wird durch das Vor-Ort-Assessment der Lean & Green-Auditoren von Growtth Consulting und Quadriga Consult für alle Teilnehmer ein individuelles und direktes Feedback erarbeitet. Es liefert konkrete Hinweise und Tipps. „Das Audit hat uns wertvolle Anregungen gebracht, die wir einfach in unsere bestehenden Prozesse integrieren konnten“, sagt zum Beispiel Dr.-Ing. Sebastian Weig, Leitung Gesamtplanung des MAN-Werkes in München, das 2017 den Award in der Kategorie „Sonderpreis“ gewonnen hat.

Der Lean & Green Summit

Über die Award-Teilnahme hinaus besteht zudem die Möglichkeit, auf der jährlichen Abschlussveranstaltung – dem Lean & Green Summit – in den direkten Best-Practice-Austausch zu treten. Streng nach dem Motto mit und von den Besten lernen, geben die Gewinner-Unternehmen dort wertvolle Einblicke in ihre Erfolgsrezepte. Weiterhin können die Summit-Teilnehmer in Form einer Werksführung und in themenspezifischen Workshops Best Practice praxisnah vor Ort erleben.

Wer kann teilnehmen?

Für den Lean & Green Management Award können sich Unternehmen aus der allgemein produzierenden Industrie bewerben – ab 100 Mitarbeitern am Standort. Ausführliche Informationen sowie den für die Teilnahme auszufüllenden Fragebogen finden Sie hier. Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2018.

Die Awards werden in den Kategorien „Konzerne“ und „Mittelstandsunternehmen“ vergeben, herausragende Lean-and-Green-Ergebnisse werden mit Sonderpreisen ausgezeichnet. Die feierliche Verleihung der Awards findet im Rahmen des Lean & Green Summits am 5. November 2018 bei ASM in München statt. Teilnehmer profitieren von Fachvorträgen, exklusivem Best-Practice-Austausch und von einer Werksbesichtigung mit Einblicken in Industrie-4.0-Anwendungen.

Inhaltlich ist der Lean & Green Summit mit dem Smart Factory Day 2018 verknüpft. Teilnehmer des Smart Factory Days haben optional die Gelegenheit die Award-Verleihung sowie den Werksrundgang und die moderierten Workshops zu besuchen.

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