Fahrzeugentwicklung

Low-Budget-Cars: Weniger wird mehr

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Chancen im Westen

Den Ansatz, die Markenwelten möglichst rein zu halten, verfolgt nicht nur Chevrolet, sondern auch Renault-Nissan mit einiger Konsequenz. Mit der rumänischen Marke Dacia haben sich die Franzosen als Pionier betätigt. Nur auf sehr wenigen Märkten treten die Modelle unter dem Renault- oder Nissan-Signet an; weit überwiegend widmet man sich dem Aufbau der Dacia-Marke. Deren Modelle haben sich mittlerweile auch auf westlichen Märkten etabliert – manchem gilt der Besitz eines solchen Fahrzeugs gar als Ausdruck der Distanz zur Marken- und Konsumgesellschaft. In nur sieben Jahren sind die Verkäufe von Dacia weltweit auf rund 840.000 Billigautos gestiegen.

Tata-Konzept nahezu gescheitert

Nahezu gescheitert ist hingegen das ambitionierte Projekt des indischen Tata-Konzerns. Der für unter 2.000 Euro angebotene Nano ist weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Anstatt „Indien zu motorisieren“, wie es Konzernchef Ratan Tata vorschwebte, lief das Fahrzeug schleppend an. Mit einem Prestigefaktor, der gegen null tendiert, kann sich der einfach konstruierte Nano nicht gegen das Angebot an Gebrauchtwagen durchsetzen. Tata gibt aber nicht auf; hinter den Kulissen wird an neuen Modellen gearbeitet.

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Datsun-Label für unter 3.000 Euro

Auch die Konkurrenz hat das unterste Marktsegment entdeckt. Nissan etwa plant unter dem in den frühen achtziger Jahren abgeschafften Traditionslabel Datsun eine ganze Familie von Low-Cost-Fahrzeugen. Sie dürfte unterhalb von 3.000 Euro starten.

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