Magna Magna übernimmt New Venture Gear

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Der kanadische Autozulieferer Magna International hat mit DaimlerChrysler den Kauf von dessen Antriebssystem-Tochter New Venture Gear (NVG) vereinbart.

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Der Autozulieferer Magna International hat mit DaimlerChrysler den Kauf von dessen Antriebssystem-Tochter New Venture Gear (NVG) vereinbart. Das US-Geschäft von NVG werde künftig als Joint Venture unter dem Namen New Process Gear betrieben, an dem DaimlerChrysler noch 20 Prozent und Magna die anderen 80 Prozent halte, teilte das kanadische Unternehmen am Montag, 17.05., in Toronto mit. Die restlichen US-Aktivitäten werden von NVG bis September 2007 übernommen. Das Europageschäft mit Sitz im deutschen Roitzsch gelangt hingegen sofort unter die alleinige Kontrolle Magnas.

Den Kaufpreis für das gesamte Unternehmen gab Magna mit 435 Millionen Dollar an; der Preis könne sich aber noch verändern. Magna hatte im Dezember Interesse an NVG bekundet und war in Verhandlungen über die Übernahme einer Mehrheit eingetreten. Der von dem gebürtigen Österreicher Frank Stronach geführte Konzern hatte kürzlich seine Getriebe-Sparte Magna DriveTrain aus der Tochtergesellschaft Magna Steyr ausgegliedert, um sie zu einem eigenständigen Geschäftsfeld auszubauen.

NVG produziert Antriebssysteme und Verteilergetriebe mit einem Umsatz von etwa 1,5 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. Zu den Kunden gehören vor allem Chrysler und Jeep, aber auch General Motors, Ford, Volkswagen und Porsche.

Der Getriebespezialist untehält Produktionsstandorte in Syracuse, im US-Bundesstaat New York, das DaimlerChrysler an das Gemeinschaftsunternehmen verpachten wird, und in Roitzsch, Sachsen-Anhalt sowie ein Forschungs- und Entwicklungszentrum mit Sales-Abteilung in Troy, im US-Bundesstaat Michigan.

Chrysler hatte bereits sein Autoelektronik-Werk in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama an Siemens VDO verkauft. Die Mehrheit der Lenkungssparte MB Lenkungen wurde an Thyssen-Krupp Automotive veräußert.