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Automobilzulieferer Mahle will zwei deutsche Werke schließen

| Redakteur: Thomas Günnel

Vor Kurzem hatte der Automobilzulieferer Mahle einen großen Stellenabbau angekündigt. Jetzt steht fest, welche deutschen Standorte geschlossen werden.

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Mahle schließt zwei deutsche Standorte.
Mahle schließt zwei deutsche Standorte.
(Bild: Det Goeckeritz/Mahle)

Der Automobilzulieferer Mahle schließt seine europäischen Standorte in Gaildorf (Baden-Württemberg) und Freiberg (Sachsen). In Gaildorf sitzt die Mahle Ventiltrieb, in Freiberg die Mahle Industrial Thermal Systems. Der Konzern „sieht keine Perspektive für eine wirtschaftliche und nachhaltige Aufstellung im Wettbewerbsumfeld, weshalb eine Schließung unumgänglich wird“.

Laut der Nachrichtenagentur dpa soll der Standort im baden-württembergischen Gaildorf im Laufe des Jahres 2023 abgeschlossen werden. Dpa bezieht sich dabei auf eine Sprecherin des Unternehmens. Rund 290 Mitarbeiter sind davon betroffen, bislang stellen sie unter anderem Nockenwellen und Stahlteile für Nutzfahrzeuge und Pkws her. Das Werk im sächsischen Freiberg mit 85 Mitarbeitern soll bis zum ersten Halbjahr 2022 schließen. Darüber hinaus wird es laut des Unternehmens an weiteren Standorten in Deutschland und Europa „zu Personalanpassungen kommen“.

Neben der Konzernzentrale in Stuttgart sind davon unter anderem die deutschen Produktionsstandorte in Mühlacker/Vaihingen, Neustadt, Rottweil sowie St. Michael in Österreich betroffen. Der Zulieferer hat bereits den Wirtschaftsausschuss des Gesamtbetriebsrates und den Europäischen Betriebsrat informiert und will jetzt mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern vor Ort sprechen, um die Einzelheiten der Maßnahmen zu beraten.

Erst vor wenigen Tagen hatte Mahle einen Stellenabbau angekündigt: weltweit habe das Unternehmen eine Überkapazität von 7.600 Stellen. Die Hälfte davon befinde sich dem Zulieferer nach in Deutschland.

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