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Wirtschaft

Marktprognose 2019: Banger Blick nach China

| Autor: Svenja Gelowicz

Zum ersten Mal seit 20 Jahren ist China, der weltweit führende Automarkt, im Minus. Die Politik der Trump-Regierung und ein drohender No-Deal-Brexit bereiten den OEMs ebenfalls Sorgen. Trotzdem will noch niemand von einer Krise sprechen – zu Recht?

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Premium und Luxus ziehen nach wie vor im Reich der Mitte. Daimlers Maybach fügt sich da gut ein.
Premium und Luxus ziehen nach wie vor im Reich der Mitte. Daimlers Maybach fügt sich da gut ein.
(Bild: Daimler)

Für Daimler gibt es keine China-Flaute. Während die Schlagzeilen über den Markt in Fernost schon seit Jahresmitte Sorge signalisieren, fahren die Schwaben bereits im November eine Rekord-Jahresabsatzmarke von circa 600.000 Autos nach Hause. Erstmals hänge man die Konkurrenz aus Ingolstadt ab, sagt China-Chef Hubertus Troska mit Nachdruck in Stuttgart: „Wir sind weiterhin absolut positiv, was den chinesischen Markt betrifft.“ Auch findet Troska, es sei „nicht ungewöhnlich“, dass sich der große Markt nun „ein Stück weit normalisiert“. Premium wachse weiterhin ordentlich. „Wir sind im richtigen Segment unterwegs.“ Die S-Klasse verkaufe sich gut, und auch ein Maybach funktioniere in der Volksrepublik „ausgezeichnet“: „Das Fahrzeug ist in China nicht ‚too much‘.“

Auch BMW zeigt sich in Sachen Premium zuversichtlich. Die Münchner erwarten ein „solides Absatzwachstum“ und sprechen ebenfalls von einem Markt, der sich lediglich normalisiert hat. Als Wachstumstreiber nennt der Hersteller lokal hergestellte BMW-Fahrzeuge, speziell den BMW X3. Und während Audi 2018 insgesamt 3,5 Prozent weniger Autos im Vergleich zum Vorjahr verkaufte, konnten sich die Ingolstädter zumindest in China noch über Zuwächse freuen.

Über den Autor

Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Autojournalistin