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Motorsport Mercedes-AMG C63 und C450: Schärfer denn je

| Autor / Redakteur: Matthias Knödler und Jens Meiners / Thomas Günnel

Eine Limousine mit V8-Turbomotor, Rennstreckenqualitäten und einem Zyklusverbrauch von gut acht Litern pro 100 Kilometer? Wir sprechen vom C63 von Mercedes-AMG – so lautet inzwischen die offizielle Herstellerbezeichnung für die Hochleistungs-Derivate aus Affalterbach.

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Eine Familienlimousine mit V8-Turbo, Rennstreckenqualitäten und einem Zyklusverbrauch von gut acht Litern pro 100 Kilometer: Der C 63 AMG tritt in die großen Fußstapfen des früheren Mercedes-Benz C63 AMG mit seinem zur Ikone gewordenen 6,2-Liter-V8.
Eine Familienlimousine mit V8-Turbo, Rennstreckenqualitäten und einem Zyklusverbrauch von gut acht Litern pro 100 Kilometer: Der C 63 AMG tritt in die großen Fußstapfen des früheren Mercedes-Benz C63 AMG mit seinem zur Ikone gewordenen 6,2-Liter-V8.
(Foto: Daimler)

Der C63 tritt in die großen Fußstapfen des früheren Mercedes-Benz C63 AMG mit seinem zur Ikone gewordenen 6,2-Liter-V8, der noch unter dem früheren AMG-Chef Ulrich Bruhnke zur Serienreife gebracht worden war. Mit der auslaufenden C-Klasse und dem Flügeltürer SLS AMG war der großvolumige Saugmotor ausgelaufen. Jetzt arbeitet ein mit zwei Turboladern zwangsbeatmeter 4,0-Liter-V8 unter der Motorhaube des Viertürers.

Faszinierende Geräuschkulisse

Skeptiker dürfen aufatmen: Der neue V8-Turbo braucht sich nicht hinter der Vorgängermaschine zu verstecken. Die 350 kW/476 PS (AMG C63) beziehungsweise 375 kW/510 PS (AMG C63 S) starke Maschine treibt die C-Klasse in gerade einmal 4,1 beziehungsweise glatten vier Sekunden von 0 auf 100 km/h; darüber hält die Leistungsexplosion ungehemmt bis über 200 km/h an. Dabei glänzt der Motor durch die fast völlige Abwesenheit eines sogenannten Turbo-Lochs: Befehle per Gaspedal werden praktisch verzögerungsfrei umgesetzt. Faszinierend ist vor allem die Geräuschkulisse des relativ kompakten Achtzylinders: Der Motor faucht und grollt, dass es eine Freude ist. Jede Fahrsituation sorgt für eine andere und eigenständige Geräuschkulisse, und die AMG-Entwickler weisen mit Seitenblick auf die Konkurrenz in München darauf hin, dass hier keineswegs eine bessere Schallplatte abgespielt wird.

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Ansehnliche Driftwinkel

Zum bulligen Charakter des Motors passt die „Speedshift“-7-Gang-Automatik, die – vor allem im „Sport“- und „Sport-Plus“-Programm – geradezu die Gedanken des sportlich ambitionierten Fahrers lesen kann. Die Gänge werden blitzschnell eingeworfen, hinter den Doppelkupplungsgetrieben der Konkurrenz braucht sich AMG nicht zu verstecken. Erstaunlicherweise hat Mercedes-AMG die unsportlich wirkende Lenkradschaltung beibehalten; mit metallenen Schaltpaddeln kann jederzeit eingegriffen werden. Während der Motor akustisch sehr präsent ist, hält sich die Limousine ansonsten vornehm zurück. Wind- und Abrollgeräusche sind angenehm entkoppelt, und im Zusammenspiel mit dem anspruchsvollen Fahrwerk empfiehlt sich der C63 durchaus als komfortables Reiseauto. Das Fahrwerk spielt virtuos auf der Klaviatur von komfortabel bis sehr sportlich; dabei liefert der „Sport-Plus“-Modus dem Fahrer viel Rückmeldung und erlaubt ansehnliche Driftwinkel, bevor das ESP-System das Heck wieder einfängt.

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