Rekordfahrt Mercedes EQXX fährt 1.000 km mit einer Batterieladung

Quelle: dpa

Das Mercedes-Forschungsauto Vision EQXX hat seine erste Langstreckenfahrt geschafft – ohne Ladestopp. Einige Technologien des Fahrzeugs könnten schon in ein paar Jahren in Serienfahrzeugen zum Einsatz kommen.

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Der EQXX soll bei seiner Rekordfahrt im Schnitt 8,7 kWh pro 100 Kilometer verbraucht haben.
Der EQXX soll bei seiner Rekordfahrt im Schnitt 8,7 kWh pro 100 Kilometer verbraucht haben.
(Bild: Mercedes-Benz)

Ein Elektro-Forschungsauto von Mercedes-Benz hat mit einer einzigen Batterieladung mehr als 1.000 Kilometer zurückgelegt. Der Vision EQXX sei vom schwäbischen Sindelfingen über die Schweizer Alpen nach Cassis in Südfrankreich gefahren, teilte der Hersteller am Mittwoch in Stuttgart mit.

Entwicklungsvorstand Markus Schäfer sagte, einige Komponenten und technische Details des Autos könnten in zwei bis drei Jahren in Serienfahrzeugen zu sehen sein. Schäfer äußerte sich dabei aber nicht im Detail zu künftig möglichen Reichweiten. Die E-Serienlimousine EQS von Mercedes-Benz hat nach eigenen Angaben eine Reichweite von gut 780 Kilometern.

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8,7 kWh Verbrauch pro 100 Kilometer

Das Auto startete bei Kälte und Regen, fuhr die regulären Geschwindigkeiten und war auf deutschen Autobahnen zeitweise auch mit bis zu 140 km/h auf der Überholspur unterwegs. Der Ladezustand des Akkus bei der Ankunft betrug etwa 15 Prozent, die Restreichweite somit circa 140 Kilometer. Schäfer sagte: „Der Durchschnittsverbrauch hat all unsere Anforderungen übertroffen und lag bei rekordverdächtig niedrigen 8,7 Kilowattstunden (kWh) pro 100 Kilometer.“ Die Langstreckenfahrt erfolgte mit versiegelter Ladesteckdose und wurde von einem unabhängigen Sachverständigen begleitet.

Zu den besonderen Merkmalen des EQXX zählt der konsequente Leichtbau, der sich vor allem an Steigungen positiv auswirkt. Wer sich für Radsport interessiert weiß, so Mercedes, warum auf Bergetappen immer der gleiche Fahrtyp die Nase vorn hat: Es seien die Federgewichte, die den muskulösen und deshalb schwereren Sprintern bergauf das Rücklicht zeigen. Der entscheidende Faktor sei das Leistungsgewicht. Dabei gehe es nicht um die schiere Performance im Sinne von „schneller, höher, weiter“, sondern um Ausdauer und geringeren Energieverbrauch. Dort, wo jedes Gramm an Mehrgewicht Energie „frisst“, punkte der EQXX mit seinem Leergewicht von nur 1.755 Kilogramm.

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(Bildquelle: VCG)

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