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Produktion Mercedes Sprinter rotiert im Tauchbad

Redakteur: Sven Prawitz

Dürr installiert im Mercedes-Benz-Werk in Charleston, USA, eine neue Lackiererei. Dort wird das Rotationstauchverfahren erstmals für die bis zu acht Meter langen Sprinter-Karosserien eingesetzt.

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Karosserien von bis zu acht Metern Länge erhalten ihren Grundlackauftrag mit der Rotationstauchlackierung Ecopaint Rodip (Prinzipzeichnung).
Karosserien von bis zu acht Metern Länge erhalten ihren Grundlackauftrag mit der Rotationstauchlackierung Ecopaint Rodip (Prinzipzeichnung).
(Bild: Dürr)

Dürr wird seine Rotationstauchanlage nach eigenen Angaben erstmals für bis zu acht Meter lange Karosserien einsetzen. Im neuen Werk von Mercedes-Benz Vans soll die Anlage Sprinter-Karosserien durch ein Tauchbad rotieren. Für das Rotationstauchverfahren wird die Anlage in der Version „Ecopaint RoDip E“ installiert. Sie wird die geschlossenen Karosserien der nächsten Generation des Sprinter durch die Vorbehandlung (VBH) und die kathodische Tauchlackierung (KTL) transportieren. Durch die individuell programmierbaren Fahrwagen sollen optimierte Tauchkurven für die jeweilige Karosserie möglich sein. Das Rotationsverfahren macht kleinere Badvolumina möglich, die weniger Chemikalien und Frischwasser benötigen und zugleich den Energieverbrauch und das Abwasseraufkommen reduzieren. Das Verfahren wird Teil einer kompletten Lackierung, die Dürr im Auftrag von Mercedes-Benz Vans errichtet.

Mercedes-Benz Vans hat bereits 2015 angekündigt, in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina seinen bestehenden Montagestandort für Transporter zu erweitern und ein neues Werk für die Fertigung des Mercedes-Benz Sprinter zu errichten. Die Produktion soll noch vor Ende des Jahrzehnts starten. Sprinter für die USA werden bislang in Deutschland gefertigt. Das Geschäftsfeld investiert rund 500 Millionen US-Dollar in den Aufbau des Werks.

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