Entwicklung Mobiler Prüfstand für E-Antriebe

Redakteur: Thomas Günnel

Prüfeinrichtungen für Komponenten der Elektromobilität sind aktuell gefragt. Der Entwicklungsdienstleister IAV hat deshalb „Auros“ entwickelt: einen mobilen, kompakten Prüfstand.

Firmen zum Thema

E-Antriebe oder Nebenaggregate testen: IAV hat dafür einen mobilen Prüfstand entwickelt.
E-Antriebe oder Nebenaggregate testen: IAV hat dafür einen mobilen Prüfstand entwickelt.
(Bild: IAV)

E-Komponenten prüfen ohne stationären Prüfstand: Mit „Auros“ lassen sich laut Hersteller alle Räume, die über eine Spannungsversorgung von 63 Ampere verfügen, zu potenziellen Hochvolt-Prüfständen umfunktionieren. Der mobile Prüfstand kann einen einzelnen Motor oder auch zwei Elektromotoren im sogenannten Back-to-Back-Betrieb ansteuern und überwachen. Dabei arbeitet einer der Motoren als Antrieb, der andere im Generatorbetrieb als Bremse. Antriebsmotoren mit bis zu 150 kW mechanischer Leistung lassen sich so ohne umfangreiche Infrastruktur testen.

Die notwendige Software ist in den mobilen Prüfstand integriert und eine Eigenentwicklung, die der Entwicklungsdienstleister auch auf seinen weiteren Prüfständen nutzt. In der Software lassen sich alle Testparameter vorgeben; zusätzlich kann sie Systeme wie Steuergeräte, Ölpumpe oder Ventilator ansprechen und alle Testaufgaben automatisieren.

E-Komponenten testen

Außerdem kann Auros weitere elektrische Komponenten und Systeme testen, zum Beispiel elektrifizierte Nebenaggregate wie On-Board-Charger und E-Turbolader. Diese Tests lassen sich auch auf Prüfständen für Klima-, Umwelt- und Lebensdauerprüfung absolvieren, die bisher keine Spannungsversorgung für Komponenten der Elektromobilität besitzen. Der Auros ist das erste eigenständige Produkt, das IAV in diesen Bereich vorstellt. Bislang nutzt das Unternehmen stationäre Prüfstände, unter anderem im sächsischen Stollberg. Anders als die dort angebotenen Dienstleistungen gibt es den „Auros“ auch als eigenständiges Produkt.

(ID:47073801)