China Market Insider Mobileye strauchelt in China

Von Henrik Bork

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Lange Zeit dominierte Mobileye den Chipmarkt in der Fahrassistenz. Doch immer mehr Hersteller wenden sich ab. Vor allem in China wird das deutlich – und liegt wohl am Geschäftsmodell.

Mobileye dominierte einst den Markt. Nun verliert das Unternehmen an Boden. Das wird vor allem in China deutlich.
Mobileye dominierte einst den Markt. Nun verliert das Unternehmen an Boden. Das wird vor allem in China deutlich.
(Bild: Mobileye)

Das Geschäft von Mobileye in China steckt in Schwierigkeiten. Der einst aufstrebende Stern am Himmel der Fahrerassistenzsysteme aus Israel, der bei einem Börsengang Milliarden einsammeln will, befindet sich in einem langsamen Sinkflug. „Warum verliert Mobileye in China?“ lautet eine typische Schlagzeile aus jüngster Zeit, in diesem Fall im Fachportal „CNEVPOST“.

Die bisher bewährte Methode ‚geschlossenes Paket‘ ist in der neuen Zeit zu Mobileyes größter Limitierung geworden.

Hartnäckige Gerüchte, denen zufolge Mobileye bald einen seiner letzten wichtigen Kunden in China verlieren könnte, das mit seinen E-Autos erfolgreiche Geely, hat das Unternehmen zuletzt dementiert. Das Modell Zeekr von Geely wird derzeit weiterhin mit Technik von Mobileye ausgerüstet, hieß es. Die chinesischen Start-ups Nio und Li Auto, einst Kunden von Mobileye, haben sich aber schon anders orientiert. Li Auto stattet sein Modell „Ideal One“ schon seit dem vergangenen Jahr nicht mehr mit Hardware und Software von Mobileye aus, sondern ist auf Journey 3 von Horizon umgestiegen. Nio hat die Produkte des aus Israel stammenden Herstellers für seine Modelle „ET5“ und ET7 durch den Orin-Chip von Nvidia ersetzt.