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Powertrain Neue Drehmomentwandler von Schaeffler

| Redakteur: Sven Prawitz

Die hohe Nachfrage nach verbrauchssenkenden Lösungen wird laut Schaeffler zum vermehrten Einsatz von Automatikgetrieben führen. Mit einer neuen Generation von Wandlersystemen möchten die Herzogenauracher diese Technik attraktiver machen.

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Mit dem neuen Wandlersysteme ITC möchte Schaeffler Komfort und Effizienz von Automatikgetrieben erhöhen.
Mit dem neuen Wandlersysteme ITC möchte Schaeffler Komfort und Effizienz von Automatikgetrieben erhöhen.
(Bild: Schaeffler)

Schaeffler bringt mit dem „Integrated Torque Converter“ (ITC) eine neue Wandlergeneration zum Einsatz, die leichter und schwingungsärmer sein soll. Die ITC-Konstruktion besitzt im Vergleich zu einem klassischen Drehmomentwandler weniger Bauteile. Bei ihr wird die gesamte Axialkraft der Turbine durch die Reibfläche geleitet. Dieser Aufbau erfordert daher kein Axiallager zwischen Turbine und Leitrad. Die Einzelelemente für die Drehmomenteneinleitung in den Torsionsdämpfer sowie die Integration des Kolbens in die Turbine sind ebenfalls reduziert.

Weniger Verbrauch, mehr Komfort

Wesentliches Merkmal des ITC ist eine in die Wandlerturbine integrierte Überbrückungskupplung. Dadurch soll das System leichter werden und mehr Platz für effizientere Torsionsdämpfer, wie das Fliehkraftpendel (FKP) schaffen. Die Kombination aus Dämpfer mit Fliehkraftpendel im Drehmomentwandler soll zu einer Verbesserung der Schwingungsisolation führen. „Mit dieser Technik wird es möglich, die Überbrückungskupplung früher zu schließen“, erklärt Uwe Wagner, Leiter Forschung & Entwicklung Automotive. Nach Angaben von Schaeffler ließen sich so Verbrauch und Komfort gleichzeitig verbessern. „Daher wird das Fliehkraftpendel in Zukunft in einem Großteil der Drehmomentwandler von Automatikgetrieben zum Einsatz kommen“, ist Wagner überzeugt.

Für aufgeladene Motoren

Der Multifunktions-Wandler (mTC-Wandler) soll sich einfach mit Start-Stopp-Systemen kombinieren lassen und in der Lage sein, ein verzögertes Ansprechverhalten – das „Turboloch“ zu kompensieren. Zudem soll eine mögliche Leerlauf-Entkoppelung (Idle disconnect) und frühzeitige Überbrückung des Wandlers eine Kraftstoff-Ersparnis von bis zu fünf Prozent bringen. Die Entkoppelung des Getriebes vom Motor eliminiert zudem die bisher bekannten Stillstandsverluste eines Drehmomentwandlers. Die Verteilung der Massenträgheitsmomente soll sich durch diese Wandlerkonstellation ebenfalls verbessern. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich dadurch in allen Fahrbereichen eine verbesserte Schwingungsisolation ergibt. Dank der Motorentkoppelung kommt der Motor im Moment der Wandlerzuschaltung zudem auf höhere Anfahrdrehzahlen.

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