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K 2016 Neue Holografie-Technik für die Heckleuchte

Redakteur: Wolfgang Sievernich

Hella und Covestro zeigen auf der K-Messe ein neues 3-D-Design für die Signalbeleuchtung an Fahrzeugen. Diverse Lichtfunktionen lassen sich so platzsparend in die Karosserie integrieren.

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Hella und Covestro haben holografische Folien entwickelt, mit denen verschiedene Lichtfunktionen in der Karosserie platzsparend und unauffällig integriert werden können.
Hella und Covestro haben holografische Folien entwickelt, mit denen verschiedene Lichtfunktionen in der Karosserie platzsparend und unauffällig integriert werden können.
(Bild: Covestro)

Der Lichttechnikexperte Hella und der Polymer-Hersteller Covestro zeigen auf der K-Messe in Düsseldorf erstmals eine neue Holografie-Technik für eine dreiteilige Heckleuchte. In die von Hella designten Hologramme brachte Covestro eine transparente Holografiefolie ein, die das Design speichert, und auf eine drei Millimeter starke Glasplatte laminiert ist. Für Serienanwendungen soll das Glas künftig durch Kunststoff ersetzt werden.

Bauraum verringern

„Holografische Folien eignen sich ideal, um Lichtfunktionen in der Karosserie platzsparend und unauffällig zu integrieren. So lässt sich die Einbautiefe verringern und Automobilhersteller können kompaktere Leuchten zu verbauen“, erklärt Dr. Michael Kleinkes, Leiter Entwicklung Lichttechnik bei Hella. Die Holografiefolie wird von LED-Lichtquellen und Reflektoren von hinten beleuchtet. So entsteht ein 3-D-Effekt bei dem die Elemente den Eindruck erzeugen, im Raum zu schweben. In den beiden äußeren Elementen der Heckleuchte fügten die Unternehmen ein Hologramm mit einer Vielzahl leuchtender Flächen ein. Die mittlere Leuchte ist in die Heckklappe integriert.

Diffusorfolie teilt Lichtstrahlen

Statt einer separaten, hochgesetzten Bremsleuchte, hat Hella eine gemeinsame Signatur von Bremslicht und hochgesetzter Bremsleuchte geschaffen. Kleinkes sieht dafür die gesetzlichen Vorschriften erfüllt und könnte sich eine Serienanwendung vorstellen. Darüber hinaus sind Schlusslicht und Blinklicht verbunden. Eine Diffusorfolie mit diffraktiver (Diffraktion = Beugung) Optik formt und teilt Lichtstrahlen mit geringem Lichtverlust und soll für eine homogene Lichtverteilung sorgen. Die dahinterliegenden LEDs sind in den beiden äußeren Teilen zweifarbig ausgeführt, so dass sich sowohl die Blinklicht- als auch die Schlusslichtfunktion erzeugen lassen – letztere sind zudem animiert. So lässt sich etwa der Effekt eines wischenden Blinklichts umsetzen.

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