CES 2021 Neuer Hochleistungsrechner für Fahrerassistenzsysteme

Redakteur: Sven Prawitz

Eine neue Computing-Plattform soll das Entwickeln und Validieren von Software für Fahrzeuge beschleunigen. Eigene Prozessoren unterstützen laut NXP Funktionale Sicherheit auf ASIL-D-Niveau.

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Sicher unterwegs: Bluebox 3.0 eignet sich laut Hersteller NXP besonders für automatisiertes Fahren bis Level 2+ und neue Fahrzeugarchitekturen.
Sicher unterwegs: Bluebox 3.0 eignet sich laut Hersteller NXP besonders für automatisiertes Fahren bis Level 2+ und neue Fahrzeugarchitekturen.
(Bild: NXP)

Auf der CES 2021 (Consumer Electronics Show) hat NXP Semiconductor die funktional erweiterte Version seiner „Automotive High-Performance-Computing“-(AHPC-)Entwicklungsplattform vorgestellt. Das Bluebox 3.0 genannte Produkt ist nach Herstellerangaben für „High-Performance-Computing in Fahrzeugen“ gedacht und soll die Entwicklung und Validierung von Softwareanwendungen ermöglichen, noch bevor dedizierte Chips (etwa in Form von ASICs) verfügbar sind.

Die kompakte Computing-Einheit kombiniert ein zentrales Rechenmodul mit NXPs integrierten Hochleistungsprozessoren und Erweiterungen wie den „Massively Parallel Processor Array“-(MPPA-)Prozessor-basierten PCIe-Karten von Kalray, die eine heterogene Beschleunigung unterschiedlicher Berechnungsaufgaben ermöglichen sollen. Dabei sind die MPPA-Prozessoren direkt in die Software-Entwicklungsumgebung der Box integriert.

Für automatisiertes Fahren bis Level 2+ ausgelegt

ASIL-D-konform: Die Entwicklungsplattform Blubox 3.0 basiert auf einem S32G- und einem Layerscape-Prozessor mit 16 Kernen.
ASIL-D-konform: Die Entwicklungsplattform Blubox 3.0 basiert auf einem S32G- und einem Layerscape-Prozessor mit 16 Kernen.
(Bild: NXP)

Gegenüber der Vorversion will der Halbleiterhersteller die Konnektivität und Skalierbarkeit durch zusätzliche I/Os und PCIe-Steckplätze deutlich gesteigert haben. Laut NXP eignet sich die Plattform für Domänen- und Zonen-Architekturen sowie automatisiertes Fahren bis Level 2+. Wie das Unternehmen mitteilt, verdoppelt der eigene 16-Kern-Prozessor Layerscape LX2160A die Verarbeitungsleistung der Bluebox 3.0 im Vergleich zur vorherigen Generation.

Der neue Computer eigne sich für Radar-, Kamera- und Lidar-Signalpfade und ermögliche Sensor-Fusion-Anwendungen. Die Entwicklungsplattform nutzt NXPs S32G-Prozessor, um eine sichere Fahrzeugvernetzung sowie eine zuverlässige Datenverarbeitung und -prüfung auf Systemebene gemäß ASIL-D zu ermöglichen. NXP nutzt zudem ein Partnernetzwerk für Middleware, Betriebssystem oder Hardware- bzw. Software-in-the-loop-Anwendungen. Dazu gehören unter anderem dSPACE, Embotech, Green Hills Software, und Real-Time Innovations. Verkaufsstart ist laut Lars Reger, CTO bei NXP, in vier Wochen.

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