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Sicherheit Neues Bremssystem von ZF TRW ab 2018

| Redakteur: Christian Otto

Die Friedrichshafener bringen ein neues Bremssystem auf den Markt. Es soll das bewährte ESC ersetzen und ist mit allen Antriebssträngen kompatibel.

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Ab 2018 in Serie: Das IBC-Bremssystem.
Ab 2018 in Serie: Das IBC-Bremssystem.
(Foto: ZF TRW)

Die Division Aktive & Passive Sicherheitstechnik der ZF Friedrichshafen AG hat den ersten Fertigungsauftrag für das integrierte Bremssystem Integrated Brake Control – IBC erhalten. Wie das Unternehmen mitteilte, soll das System ab 2018 in hoher Stückzahl bei einem großen Fahrzeughersteller in Serie gehen.

Laut ZF ersetzt das IBC mit einer einzigen integrierten Einheit die elektronische Stabilitätskontrolle Electronic Stability Control – ESC und den Vakuumverstärker mit allen zugehörigen Kabeln, Sensoren, Schaltern und elektronischen Steuergeräten. Auch Vakuumpumpen, die bei fehlendem oder zu geringem Unterdruck eingesetzt werden, seien überflüssig. Mit seiner hohen Skalierbarkeit erfülle das IBC auch die Anforderungen bei SUVs.

Kleiner und leichter

Der Kern des IBC ist ein von einem hochleistungsfähigen Elektromotor angetriebener Aktuator. Der vom Motor erzeugte Bremsdruck erziele laut ZF in weniger als 150 Millisekunden eine Fahrzeugverzögerung von bis zu 1 g und verkürze so den Bremsweg deutlich. Weiterhin biete das IBC Vorteile bei Packaging und Gewicht. In der Regel wiege es rund 25 bis 30 Prozent weniger als vergleichbare gängige Bremssysteme, so ZF.

Manfred Meyer, Vice President Braking Systems bei ZF TRW, unterstreicht die vielseitige Einsetzbarkeit des IBC. „Das System ist mit allen Antriebssträngen kompatibel – auch mit Hybrid- und Elektrofahrzeugen. Außerdem erfüllt es durch seinen schnellen Druckaufbau die hochdynamischen Anforderungen wie sie bei der automatischen Notbremsung entstehen und unterstützt auch sämtliche Anforderungen des teil- und vollautomatisierten Fahrens an die Bremskontrolle und den Anhaltevorgang.“

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