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Elektromobilität Oberleitungs-Lkw: Teststrecke auf der A1

| Autor / Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Sven Prawitz

Die Elektrifizierung des Lkw-Verkehrs scheitert aktuell noch an hohen Akkukosten und geringen Reichweiten. Oberleitungen könnten eine Alternative sein – um das zu testen, entsteht jetzt auf der A 1 eine Teststrecke.

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Die VW-Tochter Scania testet in Schweden bereits erste Oberleitungs-Lkw.
Die VW-Tochter Scania testet in Schweden bereits erste Oberleitungs-Lkw.
(Bild: Scania)

Oberleitungs-Lkw könnten künftig Waren umweltfreundlicher transportieren. Auf der A 1 beginnen nun die Bauarbeiten für eine erste Teststrecke mit den neuartigen Stromtrassen. Ab Mitte 2019 sollen auf dem zehn Kilometer langen Teilstück zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck mehrere Hybrid-Lkw von Scania verkehren; auf der Teststrecke nutzen sie Strom für den Antrieb, abseits davon auch ihren Dieselmotor. Ähnliche Teststrecken sollen auf der A 5 in Hessen und auf der B 462 in Baden-Württemberg entstehen. In Schweden testet Scania Lkw mit Stromabnehmern auf dem Dach bereits seit 2016.

Akku laden während der Fahrt

Die Oberleitungen könnten eine Option zur Elektrifizierung des Langstrecken-Güterverkehrs sein. Diese gilt bisher als größte Herausforderung für den E-Lkw, da extrem schwere und teure Akkus nötig wären. Beim Oberleitungs-Konzept nutzen die Lkw im günstigsten Fall den Strom aus der Oberleitung nicht nur für die elektrische Fahrt, sondern laden gleichzeitig ihren Akku. Deshalb könnte es reichen, einzelne Abschnitte der Autobahn zu elektrifizieren, zwischen denen dann mit Strom aus dem Akku gefahren werden kann.

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