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Digitalisierung Porsche und Axel Springer starten Accelerator namens APX

| Autor: Svenja Gelowicz

Der Premiumhersteller Porsche und das Medienhaus Axel Springer haben gemeinsam einen Accelerator in Betrieb genommen: Dieser heißt APX – und bereits im März sind die ersten Start-ups in die Räumlichkeiten in Berlin-Kreuzberg eingezogen.

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Die Geschäftsführer von APX: Henric Hungerhoff (li.) und Jörg Rheinboldt (re.).
Die Geschäftsführer von APX: Henric Hungerhoff (li.) und Jörg Rheinboldt (re.).
(Bild: Dominik Tryba)

Er heißt APX und ist ein gemeinsames Unternehmen von Porsche Digital und Axel Springer Digital Ventures: Der neue Accelerator sitzt in Berlin-Kreuzberg und beherbergt bereits erste Start-ups. Geschäftsführer von APX sind Jörg Rheinboldt und Henric Hungerhoff.

Rheinboldt – Alando-Gründer, ehemaliger Ebay-Deutschland-Chef und seit Oktober 2013 als Geschäftsführer bei Axel Springer Plug and Play tätig – bleibt dem Accelerator weiterhin als Beirat verbunden. Hungerhoff ist Rechtsanwalt und Musiker und wechselt aus dem Büro des Vorstandsvorsitzenden der Axel Springer SE, Mathias Döpfner, zu APX.

Kooperation mit Snap Inc.

APX baue auf das 2013 gestartete Accelerator-Programm von Axel Springer Plug and Play auf, einem Joint Venture zwischen Axel Springer Digital Ventures und dem Plug and Play Tech Center. Nach Beteiligungen an insgesamt 102 Start-ups will sich das Axel Springer Plug and Play-Team auf das Wachstum der bestehenden Unternehmen, Investitionen in Folgerunden sowie die darauffolgenden Exits fokussieren.

Investitionen in neue Unternehmen soll APX tätigen. Geplant sind auch Kooperationen mit anderen Unternehmen und Partnern aus dem APX-Netzwerk, die den Start-ups Zugang zu Expertise und Tools in spezifischen Geschäftsfeldern ermöglichen. Eine erste Kooperation wurde im Februar mit dem US amerikanischen Social-Media-Unternehmen Snap Inc. vereinbart.

Finanzielle Hilfe für Pre-Seed- und Seed-Phase

Das Ziel des neuen Accelerators: Start-ups in der Frühphase ihrer Unternehmensgründung zu unterstützen und ihre Entwicklung zu beschleunigen. APX investiert nach eigenen Angaben branchen- und industrieübergreifend in digitale Geschäftsmodelle, zum Beispiel aus den Bereichen Mobilität, Lifestyle oder Reisen.

Start-ups erhalten eine Anschubfinanzierung in Höhe von 25.000 Euro (Stage: Pre-seed) oder bis zu 100.000 Euro, falls sie bereits externes Kapital aufgenommen haben (Stage: Seed). Außerdem bietet APX den Unternehmen ein hunderttägiges Programm: In dieser Zeit würden die Gründer durch individuelle Betreuung sowie durch Workshops und Veranstaltungen systematisch auf weiteres Wachstum vorbereitet.

Bei diesen Herausforderungen unterstützt APX Start-ups:

  • Gesellschaftsgründung
  • Marketing- und Finanzplanung,
  • Produktentwicklung
  • Finanzierungsrunden

Der Accelerator helfe den Start-ups darüber hinaus, mit Porsche, Axel Springer oder mehr als 200 weiteren Netzwerkunternehmen gemeinsame Pilotprojekte in Angriff zu nehmen. Nach dem hunderttägigen Programm bietet APX den Portfoliounternehmen die Möglichkeit, Arbeitsplätze und Infrastruktur für weitere drei Monate kostenlos zu nutzen.

Start-ups können sich unter www.apx.ac fortwährend bewerben – die Aufnahme erfolgt laut der Unternehmen monatlich.

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Über den Autor

 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Autojournalistin