Entwicklung

PSA: Kein automatisiertes Fahren Level 4 und 5 für Privatkunden

| Autor / Redakteur: Christian Otto, Svenja Gelowicz / Svenja Gelowicz

Blick ins Cockpit des DS3 Crossback. Zahlreiche Fahrerassistenzsysteme sollen den Weg in das teilautomatisierte Fahren ebnen. Doch über Level 3 will PSA nicht hinaus – zumindest bei Privatkunden.
Blick ins Cockpit des DS3 Crossback. Zahlreiche Fahrerassistenzsysteme sollen den Weg in das teilautomatisierte Fahren ebnen. Doch über Level 3 will PSA nicht hinaus – zumindest bei Privatkunden. (Bild: Astuce Productions/PSA)

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Einer der größten europäischen Hersteller wendet sich zu großen Teilen vom autonomen Fahren ab: Der PSA-Konzern will auf der Automatisierungsstufe 3 bleiben – Ausnahmen bilden Robotaxis und Shuttles.

PSA-Entwicklungschef Gilles Le Borgne hat eine Abkehr vom autonomen Fahren verkündet – zumindest in Teilen. Man habe die ADAS (Advanced Driver Assistance Systems)-Strategie angepasst. Der Grund: „Über dem Level 3 ist es schwierig, die Extrakosten abzubilden“, eklärte Le Borgne bei einem exklusiven Round Table auf dem Genfer Autosalon. Eigene Studien kommen laut Le Borgne zu diesem Ergebnis, daher will der Konzern die Automatisierungsstufen 4 und 5 nicht einführen. Ausnahmen sollen Robotaxis und Shuttles bilden – wegen ihrer höheren Auslastung. Die wolle man mit Partnern umsetzen; Tests laufen bereits. „Für solche Fahrzeuge gibt es einen Business Case“, sagt Le Borgne.

Kooperationen wie die von BMW und Daimler verdeutlichen Entwicklungsaufwand

Der Entwicklungschef verweist auf die Kooperation der Automobilhersteller BMW und Daimler – eine solche Zusammenarbeit zeige, wie teuer die Entwicklung von automatisierten Fahrfunktionen ist. Die Homologation sei sehr aufwendig, in Teilen „ein Albtraum“. Vor der Abkehr von Level 4 und 5 haben man ebenfalls Partnerschaften geprüft: Mit Tier-1-Automobilzulieferern und einem deutschen Automobilhersteller. Doch selbst da ergebe sich kein Geschäftsmodell. Welche Auswirkungen diese Ankündigung auf die zahlreichen Marken des PSA-Konzerns haben wird, bleibt abzuwarten.

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