Top-Personalie Rheinmetall-Vorstand Jörg Grotendorst wirft hin

Redakteur: Tanja Schmitt

Ende letzten Jahres übernahm Jörg Grotendorst sein Amt als Vorstandsmitglied bei Rheinmetall, jetzt ist schon wieder Schluss: Er legte sein Mandat auf eigenen Wunsch nieder.

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Jörg Grotendorst schmeißt nach nur wenigen Monaten sein Amt bei Rheinmetall wieder hin.
Jörg Grotendorst schmeißt nach nur wenigen Monaten sein Amt bei Rheinmetall wieder hin.
(Bild: Rheinmetall)

Lange hat Jörg Grotendorst sein Amt als Vorstandsmitglied für das Autogeschäft bei Rheinmetall nicht ausgeübt. Erst Ende vergangenen Jahres hatte er dieses übernommen, war dazu vom Zulieferer ZF gekommen, jetzt legte er den Posten nieder. Der Grund: Grotendorst ist nicht mit der geplanten Umstrukturierung, die auch den Vorstand betrifft, einverstanden.

Zulieferer Rheinmetall gibt sich neue Struktur

Rheinmetall will weg vom Verbrennungsmotor und sein Geschäft mit Rüstungs- und Sicherheitstechnik ausbauen. Dazu wird die zweigliedrige Struktur in fünf Bereiche unter direkter Führung durch den Konzernvorstand umgebaut. Der Aufsichtsrat und seine Vorstandskollegen erachten die bisherige Unterteilung in die Bereiche Rüstung und Automotive als nicht mehr zeitgemäß. Geplant sei, die aus dem Automotive-Bereich hervorgegangenen Divisionen Sensors and Actuators und Materials and Trade noch enger an die drei Divisionen des ehemaligen Rüstungsbereiches anzubinden.

Nach der Auflösung der Automotive Holding soll das Gremium künftig nur noch aus drei statt bislang vier Mitgliedern bestehen: Armin Papperger, als Vorsitzender des Vorstandes, sowie die beiden Vorstände Helmut Merch für den Bereich Finanzen und Peter Sebastian Krause für den Bereich Personal.

Mit Material von dpa

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