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Felss Rundkneten und Axialformen: Bearbeitungsverfahren mit Leichtbau-Potenzial

| Autor / Redakteur: Philipp Grupp, Leiter Business Developement / Claus-Peter Köth

Welches Leichtbau-Potenzial innovative Bearbeitungsverfahren eröffnen, zeigen die Maschinenbauer von Felss. Ihre Kerntechnologien Rundkneten und Axialformen sorgen dafür, dass Antriebs- und Getriebewellen aus einem Rohr mit extremer Genauigkeit hergestellt werden und dabei massiv an Gewicht verlieren.

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Ein Großteil der in Europa produzierten Autos fährt mit rundgekneteten Leichtbauwellen vom Band.
Ein Großteil der in Europa produzierten Autos fährt mit rundgekneteten Leichtbauwellen vom Band.
( Felss)

Geringerer Kraftstoffverbrauch, Ressourcenschonung, sinkende Produktionskosten – der Leichtbau-Erfolg im Automobilbau hat viele Ursachen. Das betrifft auch und gerade den Antriebsstrang und das Getriebe. Insbesondere bei Doppelkupplungsgetrieben kommen leichtere und noch präziser produzierte Bauteile wie zum Beispiel Hohlwellen zum Einsatz. Zusammen mit der Verwendung dünnwandiger Werkstoffe verbessern diese den Wirkungsgrad der Fahrzeuge.

Rundkneten und Axialformen

Die Rechnung ist grundsätzlich einfach: Wird für die Produktion eines Bauteils weniger Material benötigt, sinkt sein Gewicht und mit ihm die Herstellkosten. Vor diesem Hintergrund eröffnen innovative Maschinenbau-Anwendungen wie Rundkneten und Axialformen überraschend große Einsparpotenziale, denn die rundgekneteten Bauteile entstehen aus einem leichten Rohling sowie durch neue Prozessketten, die kalt, halbwarm oder warm geformte Hohl-Rohlinge verwenden.

Geringeres Gewicht – stabilere Konstruktion: Leichtbaugetriebewelle mit Passverzahnung.
Geringeres Gewicht – stabilere Konstruktion: Leichtbaugetriebewelle mit Passverzahnung.
( Felss)

Der Rohling wird durch den Einsatz von Dornen und eine gezielte Wandstärkenverteilung während des Verfahrens so umgeformt, dass alle Anforderungen der Konstrukteure nach statischer und dynamischer Belastbarkeit erfüllt sind.

Höhere Dauerfestigkeit des Bauteils

Die Dauerfestigkeit des Bauteils wird signifikant erhöht. Je nach Umformgrad nimmt dieser Effekt sogar noch zu. Und das heißt in der Praxis:

Eine Leitradwelle kann zum Beispiel bis zu zehn Prozent leichter hergestellt werden, als das im Vergleich zu Alternativverfahren der Fall ist. Ein weiterer Vorteil ist die dabei auftretende Erhöhung der Werkstückbelastbarbeit durch die Werkstoffverfestigung – ohne separates Härten – sowie die höhere Maßgenauigkeit der Verzahnungsherstellung. Dies führt zu einer um 30 Prozent höheren Dauerfestigkeit des Bauteils.

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