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Auszeichnung Schaeffler erhält Preis für sein Hybridmodul

| Redakteur: Jens Scheiner

Auf der Automotive-Aftermarket-Messe „Equip Auto“ in Paris erhielt Schaeffler in der Kategorie OEM – Neue Technologien den Internationalen Grands Prix für Automotive Innovationen.

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Preisverleihung in Paris: Claude Cham, President Equip Auto, Guillaume Donet, Marketing & Strategic Planning Manager, Schaeffler Automotive Aftermarket Frankreich, Jacques Mauges, President FIEV (French Vehicule Equipment Industry).
Preisverleihung in Paris: Claude Cham, President Equip Auto, Guillaume Donet, Marketing & Strategic Planning Manager, Schaeffler Automotive Aftermarket Frankreich, Jacques Mauges, President FIEV (French Vehicule Equipment Industry).
(Foto: Schaeffler)

Das neu entwickelte Hochvolt-P2-Hybridmodul konnte die Jury bestehend aus internationalen Automobil-Fachjournalisten überzeugen. P2 steht dabei für die Anordnung des bis zu 800 Nm abgebenden Hybridmoduls zwischen Verbrennungsmotor und Getriebe. Es besteht aus einer automatisierten Trennkupplung und der elektrischen Maschine. Die Trennkupplung wird von einem elektromechanischen Zentralausrücker betätigt, der über einen Kugelgewindetrieb die Kupplung direkt mechanisch ohne hydraulische Übertragungsstrecke betätigt.

Das neu entwickelte Schaeffler Hochvolt-Hybridmodul kann verbrennungsmotorische Drehmomente von bis zu 800 Nm an das Getriebe übertragen.
Das neu entwickelte Schaeffler Hochvolt-Hybridmodul kann verbrennungsmotorische Drehmomente von bis zu 800 Nm an das Getriebe übertragen.
(Foto: Schaeffler)

Wie das Unternehmen mitteilte wird dadurch außerhalb des Moduls kein Bauraum für die Aktorik benötigt. Zur Übertragung der Zugmomente in Richtung Getriebe und e-Maschine kommt ein Freilauf zum Einsatz, während Drehmomente in Richtung des Verbrennungsmotors über die Kupplung geführt werden. Bei dem Verbrennungsmotors ist während seines Hochlaufs normalerweise ein Regelvorgang erforderlich, der Verbrennungsmotor, Trennkupplung, elektrische Maschine und Getriebe umfasst. Der Freilauf ermöglicht nach eigenen Angaben eine sofortige mechanische Ankopplung des Verbrennungsmotors, sobald die Drehzahlen von Verbrennungs- und Elektromotor zusammen passen.

Wenn bei der Rekuperation zur Rückgewinnung elektrischer Energie die E-Maschine als Generator läuft, überträgt der Freilauf keine Momente mehr. Die Kupplung ist offen, so dass der Verbrennungsmotor nicht „mitgeschleppt“ werden muss. Die erste Serienanwendung des neuen Hybridmoduls soll Anfang 2017 in China in einer Version ohne Freilauf für Verbrennungsmotormomente bis 250 Nm erfolgen.

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