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Automobilzulieferer SEG Automotive will 1.100 Stellen abbauen

| Autor: Sven Prawitz

Der Automobilzulieferer SEG Automotive will 1.100 Arbeitsplätze abbauen. Größtenteils sind Stellen in Deutschland betroffen.

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Der Zulieferer SEG Automotive will über 1.000 Arbeitsplätze abbauen.
Der Zulieferer SEG Automotive will über 1.000 Arbeitsplätze abbauen.
(Bild: SEG Automotive)

Nach eigenen Angaben will der Zulieferer SEG Automotive 1.100 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2022 streichen. Der Schwerpunkt der Maßnahmen liege dabei auf Deutschland, wo etwa zwei Drittel des Stellenabbaus erfolgen soll. Dort soll der Standort in Hildesheim bis spätestens Jahresende 2021 teilweise geschlossen werden. Laut einer Mitteilung des Unternehmens müssen die Arbeitnehmervertreter und Behörden den geplanten Maßnahmen noch zustimmen.

Wie ein Sprecher auf Nachfrage mitteilte, sind in Hildesheim vor allem die Produktion und produktionsnahe Bereiche betroffen. Am Standort gebe es zudem Stellen in Vertrieb und Entwicklung für Kunden aus dem Raum Hannover.

Coronakrise führt zu Überkapazitäten

Grund für den Stellenabbau sei der starke Auftragsrückgang in der Automobilindustrie. Da sich der Automobilmarkt über mehrere Jahre nicht erholen werde, entstünden Überkapaziäten. Nach eigenen Angaben beschäftigt SEG weltweit etwa 7.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist 2018 aus der Starter-Sparte von Bosch hervorgegangen und gehört seitdem zu einer chinesischen Firmengruppe.

„Die Covid-19-Krise ist kein kurzfristiges Problem. Sie wird im Jahr 2020 und in den Folgejahren zu deutlich niedrigeren Umsätzen in der Automobilindustrie führen“, sagt CEO Peter Sokol. „Das sind schmerzhafte Nachrichten, sie betreffen viele unserer Mitarbeiter. Die Maßnahmen sind jedoch notwendig, um die Größe unseres Unternehmens an die neue Marktrealität anzupassen.“

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Technikjournalist