Nachruf

Senator Dr. Wolfgang R. Habbel verstorben

| Redakteur: Thomas Günnel

Senator Dr. Wolfgang R. Habbel, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Audi NSU Auto Union AG, Vorgängergesellschaft der Audi AG, ist am 28. November im Alter von 90 Jahren in Ingolstadt gestorben.
Senator Dr. Wolfgang R. Habbel, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Audi NSU Auto Union AG, Vorgängergesellschaft der Audi AG, ist am 28. November im Alter von 90 Jahren in Ingolstadt gestorben. (Foto: Audi)

Senator Dr. Wolfgang R. Habbel, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Audi NSU Auto Union AG, Vorgängergesellschaft der Audi AG, ist – wie jetzt bekannt wurde – am vergangenen Freitag (28. November) im Alter von 90 Jahren in Ingolstadt gestorben.

„Wir trauern um Senator Dr. Wolfgang R. Habbel. Er hat das Audi-Image in den 1980-er Jahren maßgeblich mitgeprägt“, sagt Audi-Chef Prof. Rupert Stadler. „Während seiner Amtszeit steuerte Habbel zusammen mit seinem Führungsteam einen klaren Erfolgskurs. Sein Ziel war die Höherpositionierung der Marke“, unterstreicht Stadler.

Noch bis 1993 im Aufsichtsrat

Der engagierte „Autounionler“ (Habbel über Habbel) begann seine Karriere 1951 bei der Auto Union GmbH Ingolstadt/Düsseldorf als Assistent der Geschäftsführung und kommissarischer Exportleiter der Auto Union GmbH. Nach einem 14-jährigen Intermezzo bei Ford und Böhringer/Ingelheim übernahm Habbel von 1971 bis 1979 das Vorstandsressort Personal- und Sozialwesen der Audi NSU Auto Union AG. Von 1979 bis 1987 berief ihn der Aufsichtsrat zum Vorstandsvorsitzenden. Noch bis 1993 war Habbel Mitglied im Aufsichtsrat der Audi AG.

„Manager des Jahres“ 1984

Unter Habbels Ägide errangt der Audi quattro im internationalen Rallye-Sport zahlreiche Fahrer – und Markenweltmeisterschaften. Der Audi 100 wurde 1983 Auto des Jahres, und sieben „Goldene Lenkräder“ konnte das Unternehmen in seiner Amtszeit für sich verbuchen. Mit seinem damaligen Chefkonstrukteur Dr. Ferdinand Piëch realisierte Habbel zahlreiche Projekte mit großem Erfolg, zum Beispiel den permanenten Allradantrieb „quattro“, die Sicherheitsleichtbauweise oder eine für damalige Zeiten beeindruckende Aerodynamik. 1984 kürte ihn das Industriemagazin zum „Manager des Jahres“.

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