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Elektronik Sensorbox für Flugtaxis: Bosch will in die Luft

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Erst letzte Woche präsentierte das Start-up Lilium seinen fünfsitzigen Flugtaxi-Prototypen. Zulieferer Bosch setzt künftig ebenfalls auf die Mobilität über den Städten – die Sensoren sind bereits in der Serienfertigung.

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Bosch will mit einer Sensorbox in das Geschäft mit Flugtaxis einsteigen.
Bosch will mit einer Sensorbox in das Geschäft mit Flugtaxis einsteigen.
(Bild: Bosch)

Der Automobilzulieferer Bosch steigt in das Geschäft mit Flugtaxis ein. Die Stuttgarter führen MEMS-Sensoren (kurz für Micro Electro Mechanical System), die auch für das automatisierte Fahren oder im Schleuderschutzsystem ESP eingesetzt werden, in einem Universalsteuergerät für Flugtaxis zusammen. „Ab spätestens 2023 werden die ersten Flugtaxis in Großstädten abheben. Bosch möchte diesen Zukunftsmarkt als Zulieferer mitgestalten“, sagt Harald Kröger, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Automotive Electronics. Weil Bosch die Technik bereits für die Autoindustrie herstellt, soll ein großer Vorteil im niedrigen Preis stecken.

Mit dem Bosch-Steuergerät sollen Lufttaxi-Unternehmen die Position und die Fluglage ihrer Flugzeuge zu jedem Zeitpunkt ermitteln sowie präzise steuern können. Beschleunigungs- und Drehratsensoren messen laut einer Mitteilung die Bewegungen und den Neigungswinkel der Fluggeräte. Dabei, behauptet Bosch, sind die Sensoren klein, leicht und Hersteller könnten die Sensorbox nach dem Prinzip „Plug & Play“ einbauen.

Bosch: Die Frage ist nicht, ob Flugtaxis kommen

Das Start-up-Unternehmen Lilium hat vergangene Woche seinen fünfsitzigen Flugtaxi-Prototypen präsentiert. Der elektrisch angetriebene Jet soll eine Reichweite von 300 Kilometern haben, die er in 60 Minuten ohne CO2-Emissionen zurücklegen kann. So ein Unternehmen könnte ein künftiger Kunde von Bosch sein: „Wir sind im Austausch mit Herstellern von Lufttaxis aus der Luftfahrt- und Automobilindustrie, aber auch mit Start-ups, die die Fluggeräte bauen und Sharing-Dienste anbieten wollen“, sagt Marcus Parentis, Leiter des Technik-Teams bei Bosch, das sich um Steuergeräte der elektrisch betriebenen Kleinflugzeuge kümmert. Die Frage sei nicht, ob Flugtaxis kommen – sondern wann.

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