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Zulieferer Siebenwurst expandiert nach Amerika

| Redakteur: Jens Scheiner

Der Werkzeugbau-Spezialist Siebenwurst gründet im September 2014 eine neue Tochterfirma im mexikanischen Querétaro. Im Vorfeld nahm Christian Walter, Mitglied der Geschäftsleitung der Firma Siebenwurst, auf Einladung von Außenminister Dr. Frank Walter Steinmeier als Vertreter des deutschen Mittelstandes an einer Delegationsreise nach Mexiko teil.

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Auf Einladung von Bundesaußenminister Dr. Frank Walter Steinmeier nahm Christian Walter, Mitglied der Geschäftsleitung der Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG, an einer Delegationsreise nach Mexiko teil.
Auf Einladung von Bundesaußenminister Dr. Frank Walter Steinmeier nahm Christian Walter, Mitglied der Geschäftsleitung der Christian Karl Siebenwurst GmbH & Co. KG, an einer Delegationsreise nach Mexiko teil.
(Foto: Siebenwurst / Thomas Koehler)

Anlass der Reise war die Unterzeichnung eines neuen Investitionsvertrages für den neuen BMW-Standort in San Luis Potosi. Die neue Tochterfirma in Querétaro, die für die Region Nordamerika zuständig ist, folgt dem Beispiel der Siebenwurst China Ltd. 35 Mitarbeiter unterstützen dort seit 2011 deutsche OEMs und Zulieferer als Projektleiter, Qualitätsmanager, Konstrukteure und Werkzeugmacher bei Neuanläufen ihrer Modelle im Zielmarkt.

Ausschlaggebend für den Start in Mexiko war, dass die deutsche Automotive-Branche in den nächsten Jahren ihre Kapazitäten in der Region Mexiko erheblich ausbauen wird. Hauptkunden des bayerischen Systemlieferanten werden deutsche OEMs wie Audi, Volkswagen, BMW oder Daimler sowie deren Zulieferer sein. Die Neugründung auf dem amerikanischen Kontinent fällt zusammen mit dem Startschuss für ein neues BMW-Werk in Mexiko: Ludwig Willisch, BMW-CEO Amerika und Vertreter der mexikanischen Regierung unterzeichneten den Kaufvertrag für ein neues Werksgelände in San Luis Potosi mit einem Investitionsvolumen von einer Milliarde Dollar.

Diskussionsrunde mit dem Bundesaußenminister

Der Vertragsschluss war einer der Schwerpunkte der Delegationsreise, die Außenminister Frank Walter Steinmeier und seine Begleiter vom 17.bis 20.7.2014 nach Mexico City und Guanajuato führte, wobei auch Gespräche mit dem mexikanischen Präsidenten Pena Nieto und Außenminister Jose Meade auf dem Programm standen. In einer Diskussionsrunde mit dem Außenminister betonte Christan Walter die große Bedeutung der Internationalisierung für den deutschen Mittelstand, um dessen Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Allerdings, so Walter, stelle die Finanzierbarkeit dieser Maßnahmen gerade im Ausland eine große Herausforderung für mittelständische Unternehmen dar. Entscheidend für einen erfolgreichen Markteintritt ist deshalb für Walter eine gute Vernetzung deutscher Firmen. Sie müssten sich gerade bei der Ausbildung lokaler Kräfte nach dem weltweit bewunderten deutschen Ausbildungssystem gegenseitig unterstützen und so das Abwerben frisch ausgebildeter Arbeitskräfte untereinander einschränken.

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