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Siemens entwickelt Über-Kopf-Sensorik zur Parkplatzsuche

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Siemens hat einen Über-Kopf-Sensor entwickelt, der die Nutzung städtischen Parkraums optimieren helfen soll. Ein Pilotprojekt in Berlin startet noch in diesem Jahr.

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Die unnötige Parkplatzsuche soll in Zukunft der Vergangenheit angehören.
Die unnötige Parkplatzsuche soll in Zukunft der Vergangenheit angehören.
(Foto: Siemens)

Laut einer aktuellen Apcoa-Studie legen Autofahrer auf der Suche nach einem Parkplatz durchschnittlich 4,5 Kilometer zurück. Zeit, Benzin und Nerven will Siemens deswegen mit der Entwicklung eines neuen Über-Kopf-Sensors sparen, der die Nutzung städtischen Parkraums optimieren helfen soll. Ein Pilotprojekt in Berlin startet noch 2015, nachdem in München auf einem Testgelände bereits Versuche getätigt wurden.

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Sensoren in Straßenlaternen

Dafür entwickelte das deutsche Unternehmen ein Sensornetzwerk, das in die Lampengehäuse von Straßenlaternen nachgerüstet werden soll. Es erkennt falsch geparkte Autos auf Rad- und Busspuren und die Navigation zu freien Parkplätzen. Die Lösung soll nicht nur anzeigen, ob sich ein Objekt auf der Parkplatzfläche befände, sondern liefert auch Informationen zu Position und Größe des Fahrzeugs. Das Überkopf-System registriert auch Behinderungen auf Radwegen, Busspuren oder Garagen- und Hofeinfahrten durch falsch geparkte Fahrzeuge. Die Messdaten sollen per Mobilfunk an die Zentrale übertragen werden, wo die Parkplatzbelegung errechnet und an die App-Betreiber weitergeleitet wird. Das System wurde dabei lernend ausgelegt. Wiederholende Effekte sollen gespeichert und mit Prognosen Szenarien für den Nutzer errechnet werden, bis dieser am Ziel ankommt.

Zusammenarbeit mit Intel

Mit der IoT (Internet of Things) Plattform des US-Partners Intel sollen die Daten der Parksensoren sicher mit einem Datenzentrum verbunden werden können. Dort werden sie erfasst, aufbereitet und für Dienstleistungen wie beispielsweise einer App zur Parkplatzsuche bereitgestellt. Siemens und Intel wollen mit dem Service die Basis eines Sensor- und Kommunikationsnetzwerkes für zukünftige Smart City Konzepte legen.

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