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Corona-Pandemie Skoda entwickelt Produktionsverfahren für FFP3-Atemschutzmasken

| Autor: Jens Scheiner

Skoda hat ein 3-D-Druckverfahren zur Herstellung einer wiederverwertbaren FFP3-Atemschutzmaske entwickelt und unterstützt die Regionen seiner tschechischen Standorte mit weiteren Maßnahmen.

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Skoda hat im Entwicklungszentrum im tschechischen Česana ein 3-D-Druckverfahren zur Herstellung einer wiederverwertbaren FFP3-Atemschutzmaske entwickelt.
Skoda hat im Entwicklungszentrum im tschechischen Česana ein 3-D-Druckverfahren zur Herstellung einer wiederverwertbaren FFP3-Atemschutzmaske entwickelt.
(Bild: Skoda )

Nachdem bereits zahlreiche Autohersteller und Zulieferer im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Medizinbranche unterstützen, bietet nun auch Skoda seine Hilfe an: Im Skoda-Entwicklungszentrum im tschechischen Česana hat der OEM ein additives Produktionsverfahren für Atemschutzmasken der höchsten Schutzklasse FFP3 entwickelt. Die Ingenieure wurden dabei von einem Forschungsteam des Instituts für Informatik, Robotik und Kybernetik der Technischen Universität Prag unterstützt.

Mehrere hundert Atemmasken pro Tag

Die Atemschutzmasken sind laut Skoda dank eines austauschbaren Filters wiederverwertbar. Die Produktion der Masken laufe nach der erfolgten Zertifizierung vor wenigen Tagen auf Hochtouren. Derzeit fertigt der Autohersteller nach eigenen Angaben täglich rund 60 Exemplare, daneben unterstützen tschechische Universitäten und Privatfirmen, die über ähnliche Drucker verfügen, das Projekt. Dadurch liege das Produktionsvolumen insgesamt bei mehreren hundert Einheiten täglich. Die gefertigten Exemplare sollen eigenen Angaben zufolge an das tschechische Gesundheitsministerium geliefert werden, das die Masken an Krankenhäuser und Ärzte verteilt.

Daneben stellt Skoda Hilfsorganisationen, Gemeinden und freiwilligen Helfern mehr als 200 Autos sowie 150 Elektroroller eines E-Scooter-Sharing-Dienstes im Kampf gegen das Coronavirus zur Verfügung. Mithilfe der Fahrzeuge werden unter anderem Medikamente ausgeliefert und Lebensmittel transportiert. Für die schnelle Umsetzung dieser Maßnahme arbeiteten unterschiedliche Unternehmensbereiche eng zusammen: Die Carsharing-Plattform „HoppyGo“ zeichnet für das Flottenmanagement verantwortlich und desinfiziert regelmäßig alle Fahrzeuge mithilfe von „Ozon“. Das Team von Skoda stellt zudem sicher, dass Informationen zu den aktuellen Standorten entsprechender Reinigungsgeräte überregional zwischen allen relevanten Partnern geteilt werden.

Weiter teilt Skoda mit, dass Menschen und Soziale Dienste in den Regionen der tschechischen Standorte finanzielle Direkthilfen in Höhe von zehn Millionen Tschechischen Kronen (ca. 365.000 Euro) vom Unternehmen erhalten

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE