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Augmented Reality Skoda testet Videomapping in der Logistik

| Redakteur: Thomas Günnel

Skoda testet Augmented-Reality-Technik in seinem Werk in Mladá Boleslav. Sogenannte Videomapping-Projektoren helfen den Mitarbeitern beim Bestücken von Paletten.

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Škoda testet in seinem Werk im tschechichen Mlada Boleslav so genannte Videomapping-Projektoren. Sie helfen Mitarbeitern beim Beladen von Paletten.
Škoda testet in seinem Werk im tschechichen Mlada Boleslav so genannte Videomapping-Projektoren. Sie helfen Mitarbeitern beim Beladen von Paletten.
(Bild: Skoda)

Auf den Hallenboden projizierte Anweisungen helfen Mitarbeitern beim Bestücken von Paletten: Im tschechischen Werk in Mladá Boleslav testet Skoda das sogenannte Videomapping. Damit lassen sich Bilder exakt und verzerrungsfrei auf eine Oberfläche projizieren. Während des Verpackungsvorgangs wird ein MKD-Teilesatz (Medium Knocked Down, teilzerlegt) zunächst auf einem rollbaren Teileträger an den Verpackungsort gebracht, wo eine große Palette bereitliegt.

Sobald ein Mitarbeiter die Seriennummer des Teils scannt, beleuchten Laserprojektoren exakt den Punkt auf der Palette, an dem dieses Teil abgelegt werden soll. Als zusätzliche Hilfe erklären Bild-, Text- und Videoprojektionen auf dem Hallenboden, wie die Teile befestigt und geschützt werden müssen. Das System erkennt, wenn ein falsches Teil verladen und gescannt wurde, und gibt in diesem Fall eine entsprechende Rückmeldung.

In der Projektion erhalten die Mitarbeiter per Bild, Text oder Video Hinweise, wie sie die Paletten beladen und die Waren sichern und schützen müssen.
In der Projektion erhalten die Mitarbeiter per Bild, Text oder Video Hinweise, wie sie die Paletten beladen und die Waren sichern und schützen müssen.
(Bild: Skoda)

Funktioniert ohne 3-D-Brille

Das Videomapping-System besteht aus einem ultrahochauflösenden Laserprojektor und einer HD-Kamera. Als erstes Augmented-Reality-System bei Skoda kommt es ohne 3-D-Brillen für die Mitarbeiter aus. Derzeit testet der Automobilhersteller die Technik und entwickelt sie bei Bedarf weiter. Eine Herausforderung ist es dabei laut Unternehmen, die Kameras an die Veränderung der Lichtintensität der Halle anzupassen, um das Umfeld auch unter diesen Bedingungen zuverlässig zu erfassen.

Michael Oeljeklaus, Skoda-Vorstand für Produktion und Logistik, erläutert: „Videomapping-Technologien eröffnen uns im Logistikbereich komplett neue Möglichkeiten. Bei der Vorbereitung des Versands unserer Teilesätze unterstützt diese Technik unsere Mitarbeiter. Augmented Reality minimiert so die Fehlerrate beim Verpacken der MKD-Teilesätze auf großen Exportpaletten und erhöht zusätzlich die Sicherheit der Arbeitsumgebung.“ Nebenbei spart das Werk zudem Papier, weil im Prozessverlauf keine Dokumente mehr gedruckt werden müssen

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