Produktion

Smart Factory: BMW und Microsoft gründen Fertigungsplattform

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Ein „Smart Transport Roboter“ im BMW Group Werk Regensburg. Die Produktion intelligent zu gestalten, darum geht es auch bei der Zusammenarbeit mit Microsoft.
Ein „Smart Transport Roboter“ im BMW Group Werk Regensburg. Die Produktion intelligent zu gestalten, darum geht es auch bei der Zusammenarbeit mit Microsoft. (Bild: BMW)

BMW und Microsoft haben heute auf der Hannover Messe eine offene Fertigungsplattform angekündigt. Gemeinsam wollen die Unternehmen damit Produktionsprozesse beschleunigen – und streben auch die Zusammenarbeit mit anderen OEMs an.

BMW und Microsoft arbeiten in Sachen Produktion zusammen: Die Unternehmen haben heute (2. April) auf der Hannover Messe eine offene Fertigungsplattform angekündigt – die „Open Manufacturing Platform“, kurz OMP. Die Initiative soll Produktionsprozesse beschleunigen und zielt insbesondere auf die Rentabilität und Produktivität in der Fertigung ab. Konkret nennen die Unternehmen „proprietäre IT-Systeme sowie Datensilos“ als Schranken. Als offene Plattform soll die OMP Know-how der Branche zusammenbringen und die Entwicklung von smarten Fabriken beschleunigen.

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Die OMP basiert laut einer Mitteilung auf Microsofts „Azure Industrial IoT Cloud“-Plattform. Sie soll der Community eine „Referenzarchitektur mit Open-Source-Komponenten auf der Basis offener Industriestandards sowie eines offenen Datenmodells für eine bessere Zusammenarbeit und einen besseren Datenaustausch“ bieten. Der Clou: Die Plattform standardisiere industrielle Datenmodelle, das beschleunige die Analyse von Informationen. Dadurch werden, so die Vision, Daten zugänglich, die zuvor in proprietären Systemen gespeichert wurden. Unternehmen die sich an der Initiative beteiligen sollen dabei die volle Kontrolle über ihre Daten und ihr geistiges Eigentum behalten.

Microsoft und BMW: Fokus auf das Internet der Dinge

Microsoft wolle gemeinsam mit BMW die Effizienz digitaler Produkte in der gesamten Branche verändern, sagte Microsoft-Manager Scott Guthrie. Auf der Microsoft-Plattform Azure sollen künftig mehr als 3.000 Maschinen, Roboter und autonome Transportsysteme im Internet der Dinge verbunden werden. Bis Ende des Jahres sollen auf der Plattform vier bis sechs Partnerunternehmen gemeinsam arbeiten können.

Microsoft hat in den vergangenen Jahren massiv seine Software geöffnet und setzt inzwischen stark auf allgemein zugängliche Open-Source-Software. So sollen Daten auch von mehreren Industriepartner gemeinsam genutzt werden, was in der Industrie 4.0, in dem alle möglichen Dinge und Maschinen vernetzt arbeiten, zunehmend wichtiger wird.

Mit Material von dpa

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