Entwicklung Software-definiertes Auto: Schaffen Autohersteller und Zulieferer den Wandel?

Von Matthias Kempf, Jürgen Simon

Software ist wichtig für Endkunden, sie definiert die Erfahrung mit dem Auto. Die Bedeutung von Software nimmt damit für Automobilhersteller und Zulieferer dramatisch zu – auf vielen Ebenen.

Mercedes-Benz hat am Standort Sindelfingen eine Software-Integrationsfabrik eröffnet. Funktionen zu Software, Hardware, System-Integration und Testing befinden sich unter einem Dach.
Mercedes-Benz hat am Standort Sindelfingen eine Software-Integrationsfabrik eröffnet. Funktionen zu Software, Hardware, System-Integration und Testing befinden sich unter einem Dach.
(Bild: Mercedes-Benz)

Modelle, die wegen Software-Mängeln nicht ausgeliefert werden können oder deren Anläufe verschoben werden müssen, sind mittlerweile eher die Regel als die Ausnahme. Tatsächlich ist die Zahl der Projekte erschreckend hoch, die aktuell bei OEMs und Zulieferern hinter Plan, unter Qualität und weit über Kosten liegt. Sei es, weil die Planung noch zu sehr Hardware-orientiert erfolgt, die notwendigen hochqualifizierten Ressourcen fehlen oder schlicht das Arbeitsmodell nicht zur agilen Softwarewelt passt – die Gründe sind vielfältig.

Autohersteller und Zulieferer versuchen sich durch die Gründung eigener Softwarehäuser, durch Partnerschaften mit „Big Tech“/Zulieferern/OEMs oder durch massiven Ressourcenaufbau zu helfen. Bei näherer Betrachtung ist jedoch vieles oft nur Stückwerk ohne durchschlagenden Erfolg.