Feststoffakku-Hersteller Solid Power will an die Börse

Autor / Redakteur: dpa / Tanja Schmitt

Solid Power zieht es an die Börse. Möglich macht das ein sogenannter Spac. Damit ist der Feststoffbatterie-Hersteller rund eine Milliarde Euro wert. Am Unternehmen sind auch BMW und Ford beteiligt.

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BMW glaubt an die Feststoffbatterie – und an Solid Power.
BMW glaubt an die Feststoffbatterie – und an Solid Power.
(Bild: BMW)

Das von den Autobauern BMW und Ford mitfinanzierte Feststoffbatterie-Start-Up Solid Power will über die Fusion mit einem Finanzvehikel an die US-Börse Nasdaq kommen. Solid Power werde in dem Deal mit der Börsenhülle DCRC (Decarbonisation and Acquisition Corporation) fusioniert und mit Abschluss weitere Finanzmittel in Höhe von rund 650 Millionen US-Dollar aufnehmen, teilte Solid Power am Dienstag (15. Juni) in Louisville (Colorado) mit.

Der Unternehmenswert inklusive Schulden liege damit dann bei rund 1,2 Milliarden Dollar (990 Millionen Euro). BMW und Ford hatten Anfang Mai eine Finanzierungsrunde bei dem Unternehmen angeführt, in der rund 135 Millionen Dollar an den Feststoffbatteriespezialisten gingen.

Durchgezogen werden soll das Vorhaben im vierten Quartal. DCRC ist ein sogenanntes Spac (Special Purpose Acquisition Vehicle) – ein Unternehmen, das nur zum Zweck des späteren Aufkaufs eines anderen Unternehmens an die Börse gebracht wurde. Es gehört derzeit noch dem Finanzinvestor Riverstone.

Feststoffbatterien könnten Lithium-Ionen-Akkus ablösen

Feststoffbatterien werden von Experten gute Chancen eingeräumt, in einigen Jahren die derzeitige Lithium-Ionen-Akkutechnologie von Elektroautos abzulösen und dann mehr Reichweite und schnelleres Aufladen zu bieten. Volkswagen arbeitet bei dieser Technologie mit dem US-Unternehmen Quantumscape zusammen.

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