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Elektromobilität

Studie zur E-Mobilität: Deutsche wollen es bequem

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Chargepoint hat Verbraucher in Deutschland zur E-Mobilität befragt: 80 Prozent der Befragten stehen demnach dem Kauf eines Elektrofahrzeugs offen gegenüber. Für die Hälfte der Teilnehmer sind E-Autos eher interessant, wenn am Arbeitsplatz Ladesäulen stehen.

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E-Autofahrer müssen sich in Deutschland noch durch ein Ladesäulen-Wirrwarr kämpfen.
E-Autofahrer müssen sich in Deutschland noch durch ein Ladesäulen-Wirrwarr kämpfen.
(Bild: Daimler)

Der Anschaffungspreis sollte gering, die Reichweite hoch und die Ladeinfrastruktur flächendeckend sein: Die Ergebnisse einer Studie von Chargepoint bestätigen einige der gängigen Stellschrauben für Elektromobilität. Knapp über die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie eher ein Elektrofahrzeug kaufen würden, wenn Ladesäulen an Geschäften und Einkaufszentren zur Verfügung stehen würden. Bei denen, die zurzeit über den Kauf eines Elektrofahrzeugs nachdenken, sind es sogar 79 Prozent. Und: 59 Prozent der Verbraucher, die zurzeit über den Kauf eines Elektrofahrzeugs nachdenken, sagten, dass sie sich eher für einen Arbeitgeber entscheiden würden, der Mitarbeitern Ladesäulen kostenlos zur Verfügung stellt.

Das A und O: Benutzerfreundlichkeit

Verbraucher stünden den Kosten, die durch den Kauf eines Elektrofahrzeugs entstehen, kritisch gegenüber. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) sagte, dass eine Preissenkung bei neuen Elektrofahrzeugen ihre Kaufentscheidung positiv beeinflussen würde, wohingegen mehr als ein Drittel (35 Prozent) angab, dass die Verfügbarkeit von Gebrauchtfahrzeugen für sie ausschlaggebend sei. 47 Prozent der Autofahrer gaben an, Carsharing-Modellen für Elektrofahrzeuge offen gegenüberzustehen.

Benutzerfreundlichkeit ist das A und O; Zeit wertvoll wie nie zuvor. Der Kunde erwarte, zu seinen Bedingungen und mit nur wenigen Mausklicks auf Produkte und Dienstleistungen zugreifen zu können. Damit Elektrofahrzeuge zur Norm werden, müsse es für Verbraucher so einfach wie möglich sein, die Fahrzeuge aufzuladen. Laut Chargepoint ist Bequemlichkeit entscheidend. Idealerweise sollten sich Ladesäulen dort befinden, wo sich das Leben der Verbraucher abspielt: Zuhause, am Arbeitsplatz, in der Stadt oder unterwegs.

E-Autos laden erfordert umdenken

Wer ein Elektrofahrzeug fährt, müsse beim Laden umdenken: Das Laden eines Elektrofahrzeugs entspreche eher dem Aufladen eines Mobiltelefons als der Fahrt zur Tankstelle. Laut Chargepoint laden Verbraucher zu 80 Prozent Zuhause oder am Arbeitsplatz auf. Dabei sei eine mittlere Ladegeschwindigkeit (Level 2) völlig ausreichend. Anstatt sich auf Express-Ladesäulen zu konzentrieren, sollte der Fokus darauf liegen, mehr verschiedene Ladeoptionen zu bieten. Denn: Die E-Autos könnten auch über einen längeren Zeitraum aufgeladen werden, beispielsweise, während Verbraucher im Büro, beim Einkauf, im Restaurant oder im Kino sind.

Was gibt's vom Staat?

Die deutsche Regierung lockt mit einer Prämie von 4000 Euro beim Kauf eines Elektrofahrzeugs (3000 Euro für Hybridmodelle) und 10 Jahre Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer ab Kauf. Laut der Chargepoint-Studie kennen viele Verbraucher diese Vorteile nicht: Ein Viertel hat angegeben, nichts über Programme, Prämien und Steuerbefreiungen zu wissen; 40 Prozent wissen nicht, wie hoch die Prämie der Regierung für den Kauf von E-Fahrzeugen ist. Zudem kennen 63 Prozent der Deutschen die Steuerbefreiung beim Kauf von E-Autos nicht. Immerhin: Jüngere Bürger sind besser über solche Programme und Vergünstigungen informiert.

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