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Neue Modelle Subaru Impreza: In den Schatten gestellt

Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Sven Prawitz

Seit der SUV-Boom auch den Subaru XV erreicht hat, fristet der Impreza in Deutschland ein Schattendasein. Entsprechend vorsichtige Ziele gibt der Importeur für die neue fünfte Generation aus. Dabei muss sich das Auto eigentlich nicht verstecken.

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Die Kompaktlimousine gibt es nun bereits in der fünften Generation.
Die Kompaktlimousine gibt es nun bereits in der fünften Generation.
(Bild: Christoph Seyerlein)

Stellen Sie sich vor, Sie haben zwei Kinder. Eines landet in der TV-Branche, das andere arbeitet im Finanzamt. Wer wird wohl eher Gesprächsthema bei den Familientreffen sein? Ein wenig verhält es sich so auch bei den Subaru-Geschwistern XV und Impreza. Während ersterer dank des SUV-Booms eine wichtige Absatz-Säule für die Marke in Deutschland ist, zählt der Impreza zwar seit nunmehr 25 Jahren zum Portfolio, fährt mittlerweile aber klar im Schatten seines Bruders.

Ein Blick auf die Zulassungszahlen der letzten Jahre macht das überdeutlich: Während der XV seit einem schwachen Jahr 2015 mit 1.179 Neuzulassungen wieder stärker im Kommen ist – 2016 verkaufte Subaru in Deutschland 1.767 XV-Einheiten, 2017 trotz auslaufendem Modellzyklus sogar 2.048, ist der Impreza ein absoluter Exot auf den Straßen. 2015 brachte er es auf gerade einmal 39 Neuzulassungen im ganzen Jahr, 2016 (302) und 2017 (200) lief es zumindest ein bisschen besser.

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Nun ist Generation fünf des Autos, mit dem Subaru einst große Rallye-Erfolge feierte, startbereit. Dummerweise für den Impreza kommt aber praktisch zeitgleich auch der neue XV auf den Markt. Und so rechnet auch Subaru Deutschland selbst damit, dass der Impreza ein Nischenprodukt bei einem Nischenfabrikat bleiben wird. Gut 300 Einheiten sollen es in diesem Jahr sein. Subaru-Deutschland-Geschäftsführer Christian Amenda sagte bei der Vorstellung des Autos vor der Presse: „Wenn es dann doch 500 verkaufte Impreza 2018 werden, sind wir sehr froh und zufrieden.“

Dabei hätte der Impreza durchaus das Zeug zu mehr – gäbe es den SUV-Boom nicht. Grob gesagt ist er ein XV mit höherem Spaßpotenzial. Auch Subaru Deutschland bewirbt das Auto mit der Ansage, mit dem Impreza die Vorteile eines SUVs in Gestalt einer Kompakt-Limousine zu bieten. Permanenter Allradantrieb und Boxermotoren sind auch beim Impreza Standard. Er bekommt dieselben Aggregate wie der XV, einen 1,6-Liter- und einen 2,0-Liter-Benziner mit 114 beziehungsweise 156 PS. Einen Diesel bieten die Japaner in der neuen Generation nicht mehr an.

Höherer Spaßfaktor als beim XV

Stellt man XV und Impreza nebeneinander, kann sich jeder schnell denken, warum Letzterer auf normalen Straßen mehr Spaß macht: Der zentrale Schwerpunkt des Impreza liegt wesentlich tiefer. Während er im XV auf einer Höhe von 580 Millimetern angesiedelt ist, kommt der Impreza mit 475 Millimetern aus. Ganz klar: der XV soll auch im Gelände punkten, für den Impreza sind Stock und Stein nichts.

Und so liegt der Impreza deutlich satter auf der Straße als sein hochbeiniger Bruder, flotte Kurvenfahrten machen dank des permanenten Allradantriebs und der im Vergleich zum Vorgänger direkteren Lenkung richtig Laune. Der getestete 2-Liter-Boxer röhrt zwar immer wieder deutlich vernehmbar, irgendwie macht ihn das aber auch sympathisch.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«