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Für Sie gefahren Subaru XV Diesel: Hübsche Schale - harter Kern

| Redakteur: Wolfgang Sievernich

Wir testeten den Subaru XV 2,0 Diesel, der mit einer gefälligen Karosserie glänzen will. Innenraum, Technik und Fahrwerk lassen aber zu wünschen übrig. Wie sich das Fahrzeug im Testalltag geschlagen hat, haben wir ausführlich untersucht.

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Der Subaru XV 2,0 Diesel: Die Karosserie lässt mehr erahnen, als der Subaru unter dem Blech halten kann.
Der Subaru XV 2,0 Diesel: Die Karosserie lässt mehr erahnen, als der Subaru unter dem Blech halten kann.
(Foto: Subaru)

Im Jahr 2012 stellte Subaru mit dem Modell XV seinen ersten sportlichen SUV vor, der es vom Design her mit den Softroadern der Konkurrenz aufnehmen sollte. Natürlich Markentypisch mit permanentem Allradantrieb und im Fall unseres Testwagens mit dem selbst entwickelten Boxer-Diesel Aggregat ausgerüstet. Lange Zeit hatten die Japaner keinen Diesel im Angebot und mussten zahlreiche Kunden zum Wettbewerb ziehen lassen. Da der Weltmarkt auf Benziner setzt, taten sich die japanischen Entwickler schwer eigens für Europa und hauptsächlich den deutschsprachigen Markt einen eigenen Dieselmotor zu entwickeln. Denn dass er aus dem eigenen Hause kommen musste, war unumgänglich. Immerhin setzt Subaru seit Anbeginn auf Boxer-Motoren. Undenkbar also von einem anderen Hersteller einen normalen Dieselmotor einzukaufen. Entsprechend gespannt waren die deutschen Käufer auf die 2,0 Liter große und 147 PS starke Eigenentwicklung des XV.

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Gefällige Karosserie

Doch fangen wir draußen an. Das neue Blechkleid ist gefällig gezeichnet und passt durchaus in die Kategorie der europäisch anmutenden SUV. Hoch aufgebockt erwartet man vom Fahrzeug, dass man mit ihm nicht nur die Straße, sondern auch die Landschaft erkunden könnte. Das Gesicht lässt Parallelen zum Impreza aufkommen, ansonsten haben die Subaru-Designer einen eigenen Weg der Marktplatzierung gewählt.

Beim Blick in den Innenraum kann der XV dem guten Einstand allerdings nicht mehr folgen. Nüchterne Kunststoff-Landschaften, eine Mittelkonsole mit rechteckiger Radio/Navigationseinheit aus einem entfernteren Technikzeitalter. Das Lenkrad überrascht durch Größe, die digitalen Zahlen in der Cockpiteinheit sind zu klein und dicht gedrängt. Das zusammengewürfelte Design setzt sich auch in der Mittelkonsole fort, in der ein Monitor die wichtigsten Daten zum Fahrzeugzustand, Verbrauch, Audio und Klima darstellt. Der gesamte Innenraum wirkt aber wie nachträglich zusammengewürfelt. Schade eigentlich, andere Subaru-Modelle bieten hier deutlich mehr für das Geld. Der Eindruck setzt sich auch beim Sitzgestühl fort. Auf den ersten Blick schauen sie gut aus, doch der zweite Blick offenbart Schwächen beim Seitenhalt, der insbesondere mit einem zu harten Fahrwerk und einer sich aufschaukelnden Karosserie beim Lastwechsel unbequem wird. Der Kofferraum ist durch die schräg stehende Heckscheibe kleiner als zuerst erwartet. Aufgrund der Radausschnitte der hinteren Räder wird das Volumen zusätzlich eingeschränkt.

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