Autonomes Fahren The Autonomous: Arbeitsgruppe „Safety & Architecture“ startet

Redakteur: Thomas Günnel

Systeme für das autonome Fahren zu entwickeln ist komplex und teuer. Deswegen haben sich mehrere Unternehmen dafür zusammengeschlossen. Weitere Teilnehmer: Willkommen!

Firmen zum Thema

Der Zusammenschluss „The Autonomous“ beginnt mit der ersten Arbeitsgruppe seine Entwicklungsarbeit.
Der Zusammenschluss „The Autonomous“ beginnt mit der ersten Arbeitsgruppe seine Entwicklungsarbeit.
(Foto: Bernhard Huber)

Eine sichere Systemarchitektur für selbstfahrende Fahrzeuge: Die wollen führende Technologie- und Automobilunternehmen gemeinsam entwickeln. Unter dem Namen „The Autonomous“ arbeiten sie zusammen. Nach dem Auftakt im Jahr 2019 und Veranstaltungen im Jahr 2020 hat der Zusammenschluss jetzt die erste Arbeitsgruppe „Safety & Architecture“ etabliert.

Sie soll eine konkrete Referenzlösung für komplexe Sicherheitsfragen innerhalb der System-Architektur selbstfahrender Fahrzeuge definieren. Dazu zählen Teilsysteme, die sich mit Sensoren und Systemen zur Fehlerbegrenzung verbinden. Die beteiligten Partner sind:

  • Arm (Prozessortechnologie)
  • Audi zusammen mit dem Automotive-Software-Unternehmen des VW-Konzerns Cariad
  • Baselabs (Software für die Entwicklung von Sensorfusiuon)
  • Core AVI (sicherheitskritische Hard- und Software)
  • Denso (Automobilelektronik)
  • Five (Softwarekomponenten und Entwicklungsplattformen zum autonomen Fahren)
  • das deutsche Fraunhofer- Institut für experimentelles Software Engineering IESE
  • NXP (Halbleiter)
  • das schwedische Royal Institute of Technology
  • TTTech Auto (Soft- und Hardwareplattformen für automatisiertes Fahren)

Der Zusammenschluss hat den Vorteil, dass die Unternehmen auf unterschiedlichen Gebieten Experten sind. Fragen der Produkthaftung, sich neu entwickelnde technische Verfahrensweisen und die zunehmende Komplexität neuer Technologien erfordern bereichsübergreifendes Know-how.

Die konsolidierten Ergebnisse will die Arbeitsgruppe in einem technischen Bericht veröffentlichen. Er soll der Automobilindustrie Orientierungshilfen für die Serienproduktion sicherer autonomer Fahrzeuge geben. Damit die Ergebnisse industrierelevante Standards abbilden können, stimmt sich die Arbeitsgruppe mit Standardisierungsgesellschaften wie ISO und IEEE ab.

Weitere Teilnehmer sind eingeladen

The Autonomous positioniert sich als offene Plattform und lädt Industriepartner ein, weitere Themen einzubringen. Neben der jetzt gegründeten Arbeitsgruppe soll es weitere geben: zu künstlicher Intelligenz, Cybersecurity oder zur Zulassung von autonomen Systemen.

Die Kosten für die Forschung und Entwicklung zu elektrischen, vernetzten und autonomen Fahrzeuge sind deutlich gestiegen: laut des Beratungsunternehmens PWC in den USA und Asien um rund ein Drittel auf 13 beziehungsweise 28 Milliarden Euro, in Europa im vergangenen Jahrzehnt um etwa 75 Prozent auf 42 Milliarden Euro.

(ID:47479662)