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Konnektivität Valeo und Gemalto entwickeln Autoschlüssel-App

Redakteur: Sven Prawitz

Mit der App „InBlue“ von Valeo soll das Smartphone den Autoschlüssel ersetzen. Um die Sicherheit zu erhöhen, arbeitet der französische Zulieferer nun mit dem IT-Spezialisten Gemalto zusammen.

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Valeo (im Bild der Firmensitz in Auburn Hills) arbeitet gemeinsam mit Gemalto an einer App, die den Autoschlüssel ersetzen soll.
Valeo (im Bild der Firmensitz in Auburn Hills) arbeitet gemeinsam mit Gemalto an einer App, die den Autoschlüssel ersetzen soll.
(Bild: Valeo)

Valeo arbeitet mit Gemalto an dem sicheren, virtuellen Autoschlüssel-System Valeo InBlue. Die Anwendung soll Autofahrern ermöglichen, ihr Smartphone oder eine Smartwatch zu nutzen, um ihr Auto auf- und abzuschließen und zu starten. Mit einer Bluetooth-Verbindung können die Nutzer aus der Ferne auf Anwendungen und Fahrzeugdaten zugreifen. Die Entwicklung basiert auf einem On-Board-Gerät, das an ein Software Development Kit (SDK) angeschlossen ist. Das SDK beherbergt einen gesicherten virtuellen Autoschlüssel, der auf einer Cloud-basierten-Plattform von Valeo zur Verfügung gestellt wird. Autorisierte Benutzer können damit Geräte registrieren und erhalten dann Fahrzeuginformationen wie Standort und Tankfüllung.

Die App nutzt den Allynis Trusted Services Hub (TSH), eine Plattform von Gemalto. Über eine Over-the-air (OTA)-Verbindungen ermöglicht das System, Anwendungen und sensible Zugangsdaten für Fahrzeuge bereitzustellen und deren Lebenszyklus zu verwalten. Die Sicherheitslösungen von Gemalto sollen dabei die Übermittlung der virtuellen Autoschlüssel an Smartphones schützen. Das Sicherheitsniveau soll genauso hoch sein, wie bei aktuellen mobilen Zahlungslösungen von Das System ist laut der Unternehmen kompatibel mit Android- und iOS-basierten Smartphones und jedem Mobilfunknetzwerk. Hintergrund der Entwicklung ist das Wachstum mobiler Endgeräte, wie Marc Vrecko, Comfort and Driving Assistance Vice-President bei Valeo, erklärt: „Im Jahr 2015 wurden weltweit 1,4 Milliarden Smartphones verkauft. Die Zahl der Smartwatches wird dieses Jahr schätzungsweise die 50-Millionen-Grenze überschreiten. Dies bietet sehr viele Möglichkeiten, Geräte mit Smart-Car-Anwendungen zu nutzen“, sagt. Die Analysten des Beratungsunternehmens schätzen, dass bis zum Jahr 2020 rund 26 Millionen Menschen mit der Anwendung erreicht werden könnten.

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