Suchen

Entwicklung Volkswagen gründet Geschäftseinheit Car-Software

Autor / Redakteur: ampnet/jri / Thomas Günnel

Software ist zunehmend ein entscheidendes Fahrzeugmerkmal. Die komplexe Entwicklung gliedert Volkswagen jetzt in eine eigene Geschäftseinheit aus.

Firmen zum Thema

Volkswagen bündelt seine Software-Entwicklung in der neuen Geschäftseinheit „Car-Software“.
Volkswagen bündelt seine Software-Entwicklung in der neuen Geschäftseinheit „Car-Software“.
(Bild: Volkswagen)

Die Car-Software-Organisation des Volkswagen-Konzerns wird zum Jahreswechsel in eine eigenständige Geschäftseinheit umgewandelt. Unter ihrem Dach werden die Beteiligungen und Tochterunternehmen im Unternehmen gebündelt, die Software im Fahrzeug und für die digitalen Ökosysteme entwickeln. Die Teilbereiche sind:

  • „Connected Car & Device Plattform“
  • „Intelligent Body & Cockpit“
  • „Automated Driving“
  • „Vehicle Motion & Energy“
  • „Digital Business & Mobility Services“

In einem ersten Schritt werden dabei rund 3.000 Digitalexperten zusammenarbeiten. Die Car-Software wird ihren Sitz bei der Audi Electronics Venture GmbH haben, weitere deutsche Standorte befinden sich unter anderem in Berlin, Bochum, im Raum Ingolstadt, im Raum Stuttgart und in Wolfsburg.

Internationale Standorte der Software-Organisation sind unter anderem in Seattle und Peking. In einem zweiten Schritt sollen dann auch Fachkräfte zusammenarbeiten, die bislang in den verschiedenen Konzernmarken und Regionen tätig sind. Mittelfristig sind bis zu 10.000 Beschäftigte in diesem Bereich denkbar.

Software verstärkt selbst entwickeln

Bis 2025 will der VW-Konzern den Eigenanteil der Softwareentwicklung im Fahrzeug von heute unter zehn Prozent auf über 60 Prozent steigern. Beim Aufbau der neuen Gesellschaft gibt es derzeit noch einige offene organisatorische Fragen, die in den nächsten Monaten mit den zuständigen Betriebsräten geklärt werden sollen. Dazu zählen beispielsweise die Ausgestaltung der betrieblichen Mitbestimmung in der Software-Organisation, die Modalitäten für einen Wechsel in die neue Einheit sowie tarifpolitische Aspekte.

(ID:46252993)