Facelift

Vorstellung Porsche Macan: Was zählt, ist digital

| Autor / Redakteur: ampnet/Peter Schwerdtmann / Svenja Gelowicz

Porsche hat in China das Facelift des Macan vorgestellt. Die Neugestaltung des Hecks orientiert sich am klaren Design des Vorgängermodells.
Porsche hat in China das Facelift des Macan vorgestellt. Die Neugestaltung des Hecks orientiert sich am klaren Design des Vorgängermodells. (Bild: Porsche)

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Der Porsche Macan bleibt das sportliche Aushängeschild in seinem Fahrzeugsegment. Doch: Erstmals bei der Vorstellung eines neuen Porsche stehen nicht Vortrieb und Querbeschleunigung im Vordergrund.

Es ist geschehen: Erstmals bei der Vorstellung eines neuen Porsche stehen nicht Vortrieb und Querbeschleunigung im Vordergrund. Das hat drei Gründe. Weiß doch jedermann, dass es bei einem Porsche an beidem nicht fehlen wird. Wozu das noch einmal betonen? Außerdem rückt die Leistung im World Wide Web und in der Cloud immer mehr in den Vordergrund und – drittens – begeistern sich gerade die Chinesen fürs Digitale. Dieses Bühnenbild steht jedenfalls hinter der Premiere des Porsche Macan Facelifts im chinesischen Shanghai.

Dennoch bleibt der Porsche Macan das sportliche Aushängeschild in seinem Fahrzeugsegment. Es soll eben auch Chinesen geben, die nicht nur die digitale Wunderwelt im Macan bewundern, sondern auch seine sportlichen Fähigkeiten. Doch passend zum Markt in China und zum „worldwide“-Zeitgeist haben die Stuttgarter ihr Kompakt-SUV bei Design, Komfort, Konnektivität und Fahrdynamik umfassend aufgewertet.

Die Neuerungen des Porsche Macan nach dem Facelift

Der Macan wirkt nach dem Facelift sportlicher und moderner. In zahlreichen Details finden sich Anleihen beim Design der Sportwagen-Ikone 911 und des Technologieträgers 918 Spyder. Das überarbeitete Bugteil wirkt nun breiter. Die Neugestaltung des Hecks orientiert sich am klaren Design des Vorgängermodells. Mit dem dreiteiligen, dreidimensional ausgearbeiteten LED-Leuchtenband kommt jetzt ein charakteristisches Porsche-Designmerkmal hinzu. Darüber hinaus zeigen die Bremsleuchten im Vier-Punkt-Design Markenidentität. Dank neuer Exterieur-Farben lässt sich der Macan individueller gestalten.

Das Thema Licht spielt eine wesentliche Rolle: Ab Werk verfügt der Macan über Hauptscheinwerfer mit LED-Technik. Das Lichtsystem mit dreidimensional ausgeführten Modulen lässt sich über Kreuze in der Bestellung optimieren: Das Porsche Dynamic Light System Plus (PDLS Plus) steuert dann die Lichtverteilung adaptiv.

Jeder Macan ist mit einem Connect Plus-Modul ausgestattet und somit serienmäßig voll vernetzt. Daran geknüpft sind digitale Funktionen und Dienste wie die intelligente Sprachsteuerung und die Echtzeit-Verkehrsinformationen als Teil des ebenfalls serienmäßigen Online-Navigationssystems. Eine zentrale Rolle spielt dabei unter anderem die Anbindung an die „Here Cloud“ mit hochaktuellen, schwarmbasierten Verkehrsdaten. Die neue „Offroad Precision App“ bietet die Möglichkeit, das Offroad-Erlebnis mit dem Macan zu dokumentieren und zu analysieren.

Hightech im Innenraum

Auffälligste Neuerungen im Innenraum sind der elf Zoll große Touchscreen des neuen Porsche Communication Management (PCM), die neu angeordneten und gestalteten Lüftungsdüsen. Das PCM erlaubt den Zugang zu neuen digitalen Funktionen wie der Sprachsteuerung und der Navigation. Das Angebot an Komfort-Ausstattungen wird unter anderem um einen Stauassistenten, einen Ionisator und eine beheizbare Frontscheibe erweitert. Beim Macan hält nun auch das – aufpreispflichtige – GT-Sportlenkrad des Porsche 911 Einzug.

Mit dem ins Lenkrad integrierten Mode-Schalter hält das ebenfalls optionale Sport Chrono Paket inklusive Sport Response Button steuern. Mit der Modellpflege wächst auch das Angebot an Assistenzsystemen. so ermöglicht der neue Stauassistent inklusive Abstands-Regeltempomat komfortableres und entspannteres Fahren bei Geschwindigkeiten bis 60 km/h. Das System kann (teilautomatisiert) beschleunigen, bremsen und lenken.

Qualitätssicherung mit Virtual und Augmented Reality

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Oberhalb der für Porsche typisch ansteigenden Mittelkonsole fügt sich der von bisher sieben auf elf Zoll vergrößerte Full-HD-Touchscreen in die neu gestaltete Armaturentafel ein. Die Benutzeroberfläche des Infotainment-Systems lässt sich – wie bei Panamera und Cayenne – mittels vordefinierter Kacheln individuell gestalten. Die neu gestalteten Lüftungsdüsen sitzen unterhalb des zentralen Bildschirms.

Macan: Sportwagen im Kompakt-SUV-Segment

Der Macan reklamiert mit einem optimierten Fahrwerk seine Ausnahmestellung als Sportwagen im Segment der Kompakt-SUV für sich. Die neue Feinabstimmung des Fahrwerks sorgt für mehr Neutralität bei gleichbleibender Fahrstabilität und verbessertem Komfort. Der Macan tritt weiterhin mit einer für das SUV-Segment unkonventionellen Mischbereifung mit unterschiedlich breiten Reifen an Vorder- und Hinterachse an. Dadurch lassen sich die Vorteile des Allradantriebs Porsche Traction Management (PTM) besser nutzen. Neu entwickelte Reifen ermöglichen mehr Querdynamik. Neue 20- und 21-Zoll-Räder erhöhen darüber hinaus den optischen Gestaltungsspielraum.

Eine Performance, wie sie für Porsche typisch ist, und auf jedem Terrain und an jedem Tag – diese Kombination hat Porsche bisher schon Erfolg gebracht. Seit 2014 hat Porsche mehr als 350.000 Einheiten ausgeliefert. 100.000 Exemplare davon gingen nach China. Die Premiere des neuen Macan in China ist also auch eine Verbeugung vor diesem scheinbar grenzenlosen Markt. Das Model, das wir in China zu sehen bekamen, wird auch in China bleiben als der Macan für den chinesischen Markt. Weitere Modelle und Märkte folgen im Jahresverlauf. In Deutschland wird er ab November ausgeliefert.

Für alle Märkte gibt es natürlich auch zum Start schon einen Motor: einen Zwei-Liter-Benziner mit 252 PS/185 kW. Im kommenden Jahr werden die S- und die Turbo-Varianten folgen. Diese Tradition hält Porsche trotz Konzentration aufs Digitale dann doch noch sympathisch konventionell ein.

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