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Neue Modelle VW Arteon Shooting Brake: Ab Herbst 2020 im Doppelpack

Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Jens Scheiner

Die VW-Flotte bekommt ein neues Flaggschiff. Im Herbst kommt der Arteon. Neben der aufgefrischten Limousine gibt es künftig zusätzlich einen Shooting Brake. Volkswagen nutzt die Premiere, um der Baureihe einige Neuerungen zu spendieren.

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Neben der Limousine gibt es vom VW Arteon künftig auch einen Shooting Brake.
Neben der Limousine gibt es vom VW Arteon künftig auch einen Shooting Brake.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen lässt es beim Arteon nicht mit einem kleinen Facelift bewenden. Der überarbeiteten Limousine stellt der Hersteller ab dem Herbst 2020 auch einen Shooting Brake zur Seite. Dem künftigen VW-CEO Ralf Brandstätter soll letzterer „mit seinem dynamischen Design, einer hohen Funktionalität und modernsten Technologien in seiner Klasse neue Maßstäbe setzen.“

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Arteon erstmals als Plug-in-Hybrid

Gelingen soll das mithilfe einiger Neuerungen. Beispielsweise wird im Arteon künftig erstmals auch ein Plug-in-Hybrid verfügbar sein. Ein 1,4-Liter-Benziner mit 85 kW/115 PS kommt zusammen mit einem Elektromotor auf 160 kW/218 PS. Die 13 kWh Batterie ermöglicht theoretisch eine reinelektrische Reichweite von 54 Kilometern.

Daneben gibt es zwei Zweiliter-Benziner mit 140 kW/190 PS oder 206 kW/280 PS (serienmäßig mit Allrad). Sportliches Topmodell wird der Arteon R, der 235 kW/320 PS leistet. Ebenfalls zwei Versionen gibt es vom Zweiliter-Diesel (110 kW/150 PS bzw. 147 kW/200 PS). Beide haben das neue doppelte Katalysator-System, das laut Volkswagen die Stickoxide um bis zu 85 Prozent reduzieren soll.

Vergleicht man die Limousine mit dem bisherigen Modell, ist es wie so oft bei Facelifts: Außen hat sich nicht allzu viel getan, innen dafür umso mehr. Vorne trägt der Arteon nun eine durchgehende Lichtleiste, Chromstreben und neue Lufteinlässe. VW-Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann sprach am Mittwoch im Rahmen der virtuellen Vorstellung des Modells vom „schönsten Design, das Volkswagen jemals auf Deutschlands Straßen gebracht hat“.

Stackmann: „Der schönste Kombi, der jemals gebaut wurde“

Der Shooting Brake wiederum wirkt ein wenig wie eine langgestreckte Variante des letzten Scirocco. Auch hier geriet Stackmann ins Schwärmen: „Der schönste Kombi, der jemals gebaut wurde“, meint zumindest der Vertriebsvorstand. Besonders gefällt ihm die Verbindung aus „Eleganz und sehr großem Raum“. Der Arteon Shooting Brake bietet 565 Liter Stauraum (Fastback: 563 Liter). Bis an die Lehnen der Vordersitze beladen, steigt das Ladevolumen auf 1.632 Liter (Fastback: 1.557 Liter). Die Ladefläche ist maximal jeweils 2,09 Meter (bis zu den Vordersitzen) lang.

Innen präsentiert sich das Auto künftig wie gesagt deutlich verändert. Auch der Arteon wird digitaler. Bei der Bedienung ist „Touch“ das bevorzugte Mittel zur Wahl: Für die Klimaautomatik gibt es entsprechende Slider, das neue Multifunktionslenkrad hat einige Touchflächen. Die Armaturen im 10,25 Zoll großen Display ähneln denen des neuen Golf. Der zentrale Monitor (9.2 Zoll) kann der Fahrer auch über die erwähnten Schaltflächen am Lenkrad bedienen.

Ebenfalls neu: die kabellose Einbindung von Apps via „App-Connect Wireless“ für Apple Carplay und Android Auto sowie ein 700 Watt starkes Soundsystem von Harman-Kardon (beides optional). Auf Wunsch gibt es eine in bis zu 30 Farben einstellbare Ambientebeleuchtung.

Auch beim Angebot an Assistenzsystemen hat sich etwas getan: Auch im Arteon ist nun der Travel Assist verfügbar. Das System ermöglicht das teilautomatisierte Fahren über den Geschwindigkeitsbereich von 0 bis 210 km/h (im Rahmen der Systemgrenzen). Weiterentwickelt hat VW nach eigenen Angaben die Rückfahrkamera „Rear View“, die nun zusätzlich unter anderem einen „Cornerview“ (Erweiterung des Kamerabildes im Screen des Infotainmentsystems von 90 Grad auf 170 Grad Weitwinkel) und eine spezielle „Anhängeransicht“ (von oben auf die Deichsel, um das Ankuppeln zu erleichtern) bietet.

Brandstätter: „Sind mit den Verkäufen zufrieden“

Technische Daten wie Fahrleistungen oder Verbrauch sind vom neuen Arteon noch nicht bekannt. Die Preise sollen bei rund 44.000 Euro starten, der Aufpreis für den Shooting Brake liegt bei 885 Euro. Marktstart ist in der zweiten Jahreshälfte.

Sein bisher bestes Jahr hierzulande erlebte das Modell seit dem Marktstart im Juni 2017 in seinem ersten vollen Verkaufsjahr 2018 mit 6.977 Neuzulassungen. Im laufenden Jahr kommt das Modell nach fünf Monaten auf 3.134 Zulassungen.

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Über den Autor

 Christoph Seyerlein

Christoph Seyerlein

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«