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Modularer Hybridantrieb ZF treibt die Elektrifizierung des Antriebsstrangs voran

| Redakteur: Jens Scheiner

Der Automobil-Zulieferer ZF bietet für die Elektrifizierung des Antriebsstrangs verschiedene Lösungen: Das Portfolio reicht von der elektrischen Maschine über Hybridmodule, Steuergeräte und Leistungselektronik bis hin zu kompletten, Plug-in-fähigen Hybridgetrieben.

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ZF investiert jährlich rund 5 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, immer wieder markieren innovative Produkte von ZF den aktuellen Stand der Technik. Hier das Entwicklungszentrum in Schweinfurt, einer von sechs Hauptentwicklungsstandorten von ZF.
ZF investiert jährlich rund 5 Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung, immer wieder markieren innovative Produkte von ZF den aktuellen Stand der Technik. Hier das Entwicklungszentrum in Schweinfurt, einer von sechs Hauptentwicklungsstandorten von ZF.
(Foto: ZF)

Die Elektrifizierung des Fahrzeug-Antriebsstrangs ist für ZF kein Selbstzweck“, betont Michael Hankel, Mitglied des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG und verantwortlich für die Divisionen Pkw-Antriebstechnik und Pkw-Fahrwerktechnik. „Wesentliches Ziel ist es, damit den direkten und indirekten Verbrauch fossiler Kraftstoffe zu senken und so den CO2-Ausstoß zu minimieren. Auf dieses Ziel richten wir unsere Entwicklungsstrategie bei elektrischen Antrieben aus.“

Mit der neuen Generation der Hybridgetriebe auf Basis des 8-Gang-Automatgetriebes zielt ZF auf die Plug-in-Funktionalität. Der Schwerpunkt bei der Entwicklung lag daher auf dem rein elektrischen Fahren. Hierzu muss das Schleppmoment der Trennkupplung zum Verbrennungsmotor so gering wie möglich ausfallen.

Komfortabler und robuster

Zusätzlich wird dem Downsizing- und Downspeeding-Gedanken durch eine stark verbesserte Drehschwingungsentkopplung Rechnung getragen. Die Funktionalität des Anfahrelementes konnte verbessert und dessen Komfort erhöht werden: Um die Drehschwingungen des Verbrennungsmotors zu reduzieren, sind zwei Dämpfer installiert, wobei einer als drehzahladaptiver Dämpfer ausgeführt ist. Damit lassen sich alle gängigen Verbrennungsmotoren bereits ab Leerlaufdrehzahl ohne lästige Geräusche und Vibrationen mit hoher Last fahren. Die E-Maschine, welche als permanent erregte Synchronmaschine (PSM) ausgeführt wird, ist komplett in das Getriebegehäuse integriert und wird durch Ölnebel gekühlt. Die Spitzenleistung des E-Antriebs liegt bei 90 kW, die Dauerleistung bei 45 kW. Das integrierte Anfahrelement ist in der Lage, 550 Nm Anfahrmoment zu übertragen. Durch eine Vielzahl von Maßnahmen, die sich auf die Bereiche Mechanik, Hydraulik, Funktionalität und Fertigung beziehen, stiegen der Komfort und die Robustheit gegenüber der Vorgängergeneration.

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