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Neustart ZPF erhält Großauftrag der Borbet Gruppe

| Redakteur: Michael Ziegler

Beim Spezialisten für Aluminiumschmelzöfen ZPF GmbH geht es wieder bergauf: Das Unternehmen, das im November aus der insolventen ZPF Maschinenbau GmbH hervorging, hat jüngst einen Großauftrag des Leichtmetallradherstellers Borbet GmbH mit einem Volumen von über 2,5 Millionen Euro erhalten.

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In den verschiedenen Niederlassungen der Borbet-Gruppe, wie hier in Hesborn, wird schon seit langem mit ZPF-Öfen gearbeitet. Der jetzt erteilte Auftrag umfasst jeweils vier neue Schmelz- und Späneschmelzanlagen.
In den verschiedenen Niederlassungen der Borbet-Gruppe, wie hier in Hesborn, wird schon seit langem mit ZPF-Öfen gearbeitet. Der jetzt erteilte Auftrag umfasst jeweils vier neue Schmelz- und Späneschmelzanlagen.
(Foto: ZPF)

Insgesamt sollen vier Schmelzöfen und vier Späneschmelzöfen – eine Spezialität des Ofenbauers – für die US-amerikanische Niederlassung der Gruppe in Auburn, Alabama geliefert werden.

Borbet hatte in der Vergangenheit schon mehrfach Öfen von ZPF bezogen. Rund 50 Anlagen des Siegelsbacher Maschinenbauers sind an den verschiedenen Standorten in Deutschland, Österreich, Südafrika und den USA im Einsatz, in Hesborn zum Beispiel bereits seit 1999. „Wir kennen daher die Qualität der Öfen. Ihre Technik hat sich bei uns jahrelang bewährt, spart Energie und bleibt auch ohne Filter oder Wäscher unterhalb der Abgasgrenzwerte“, erklärt der Geschäftsführer Peter Wilhelm Borbet. „Nachdem dieses Know-how in der neuen ZPF jetzt weitergeführt wird und wir sehr großes Vertrauen in die Geschäftsführung haben, haben wir uns entschlossen, auch wieder hier zu ordern.“

Hauptmerkmal ist die besondere Abgasführung

Hauptmerkmal der Schmelzanlagen ist laut ZPF ihre besondere Abgasführung, durch die sämtliche Rauchgase länger im Ofen verbleiben. Dabei werden sie einerseits nachverbrannt, so dass sie kaum noch Schadstoffe enthalten, und tragen andererseits zur Beheizung des Schmelzgutes bei, was Brennstoff und Prozesskosten spare. Zudem verhindere der dabei entstehende, leichte Überdruck das Eindringen von Sauerstoff, wodurch die Korund-Bildung vermindert wird und sich die Schmelzequalität erhöht. Die speziellen Späneschmelzöfen von ZPF verfügen darüber hinaus über ein mechanisches Rührwerk, das Späne aus der Aluminiumbearbeitung unter die Oberfläche eines Schmelzebades fördert und so die Wiederverwertung von Spänen aus der mechanischen Bearbeitung direkt im Werk ermöglicht. Dank dieses Verfahrens sollen sich die Recycling-Anlagen schon ab Spänemengen von fünf Tonnen pro Tag rechnen.

Bereits Ende April sollen die ersten beiden Öfen an Borbet ausgeliefert werden, die weiteren folgen dann paarweise. Der Auftrag des Aluminiumradherstellers ist der größte, den ZPF seit der Wiederaufnahme des Betriebs erhalten hat. „Unsere Produktion ist inzwischen gut ausgelastet und mit Blick auf die noch anstehenden Projekte sieht es auch weiterhin positiv aus“, berichtet Norbert Feth, einer der Geschäftsführer von ZPF.

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