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Tradition

100 Jahre Maserati: Rasante Achterbahnfahrt

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Die Chronik des Unternehmens von 1914 bis 1939

1914: Am 1. Dezember wird die „Officine Alfieri Maserati SA“ im Bologneser Stadtteil Pontevecchio offiziell gegründet. Gründer Alfieri Maserati beschäftigt auch zwei Brüder in seiner Werkstatt, die sich zunächst mit der Entwicklung und Produktion von Zündkerzen beschäftigt

1915: Alfieri Maserati wird von der Armee eingezogen und entwickelt in Mailand Zündkerzen für Flugzeugmotoren. Die Produktion erfolgt wenig später in der neuen Firma Trucco & Maserati. Trucco ist ein alter Freund von Alfieri, den er 1908 kennenlernte als beide Ingenieure für den Sportwagenhersteller Isotta-Fraschini arbeiteten

1918: Italiens Nationalheld, der Dichter Gabriele d'Annunzio startet mit einem SVA-Flugzeug, in dem Alfieris patentierte Zündkerzen eingesetzt werden, zu einem Propagandaflug nach Wien

1920: Alfieri Maserati kehrt zurück in den Motorsport und beginnt mit der Entwicklung eigener Fahrzeuge. Mario Maserati entwirft das Unternehmenslogo mit dem Dreizack

1921: Am 24. Juli debütiert die von Alfieri Maserati realisierte Eigenentwicklung Isotta-Fraschini Speciale auf dem Circuito del Mugello. Angetrieben wird der Rennwagen von einem halbierten Hispano-Suiza-V8-Flugmotor

1922: Zusammenarbeit mit dem Sport- und Rennwagenbauer Diatto. Alfieri gewinnt, teils mit Bruder Ernesto als Beifahrer mehrere große Motorsportsportveranstaltungen

1925: Diatto ist finanziell am Ende. Mit finanzieller Unterstützung des Rennfahrers Marchese Diego de Sterlich, der bis dahin auf Diatto startete, erwirbt Alfieri Maserati eine Serie an Chassis des Typs Diatto 30 Sport. Diese Chassis liefern die Basis für die erste Serie an Maserati-Rennwagen

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1926: Als erster Maserati wird der Tipo 26 vorgestellt. Die Typenbezeichnung bezieht sich auf das Jahr seinen ersten Renneinsatzes. Tatsächlich gewinnt der Tipo 26 auf Anhieb die 1,5-Liter-Klasse der Targa Florio

1927: Am 8. Mai verliert Alfieri Maserati bei einem Rennunfall in Sizilien eine Niere

1929: Mit dem 16-Zylinder-Typ Maserati V4 erzielt Maserati am 28. September einen ersten Geschwindigkeitsweltrekord

1930: Beim Großen Preis von Tripolis gewinnt Maserati seinen ersten internationalen Grand Prix. Beim Großen Preis von Italien in Monza tritt Maserati erstmals gegen Ferrari an

1932: Alfieri Maserati stirbt im Alter von 44 Jahren an den Spätfolgen seines Rennunfalls. Das Unternehmen wird von seinen Brüdern Ernesto, Ettore und Bindo fortgeführt

1933: Der legendäre GP-Pilot Tazio Nuvolari verlässt Ferrari und startet auf Maserati

1937: Der italienische Großindustrielle Adolfo Orsi übernimmt alle Geschäftsanteile von den drei Maserati-Brüdern, die jedoch weiterhin im Unternehmen arbeiten

1939: Maserati gewinnt in Indianapolis

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