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Wirtschaft AE Group erwirbt Teile des insolventen Zulieferers Schweizer

Autor: Jens Scheiner

Nach der Insolvenz hat die Schweizer Group mit dem thüringischen Zulieferer AE Group einen Investor für zwei Standorte gefunden. Zwei weitere Werke müssen hingegen schließen.

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Die AE Group hat zwei Standorte der insolventen Schweizer Group übernommen.
Die AE Group hat zwei Standorte der insolventen Schweizer Group übernommen.
(Bild: ae Group)

Die insolvente Schweizer Group hat mit dem thüringischem Zulieferer AE Group einen Käufer für seine zwei Standorte in Roding und Plauen gefunden. Insgesamt bleiben 253 Arbeitsplätze erhalten. Das teilte der Insolvenzverwalter Marcus Winkler mit. Die AE Group aus Gerstungen ist Zulieferer von Rohteilen, Aluminium-Druckgussteilen und Komponenten für die Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie.

Die Übertragung des Geschäftsbetriebs und der wesentlichen Vermögenswerte soll zum 4. Januar 2021 erfolgen, steht aber noch unter dem Vorbehalt des Eintritts verschiedener Bedingungen.

Für die Standorte Hattenhofen und Murrhardt hat Winkler aufgrund nicht rentabler Produktionsabläufe keinen Investor gefunden und muss nun dort die Betriebe stilllegen. Für Mitarbeiter, die nicht weiter beschäftigt werden können, sollen sozialverträgliche Lösungen gefunden werden.

Die Schweizer Group Global hatte Ende Januar 2020 Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Am 1. April 2020 hatte das Amtsgericht Göppingen das Insolvenzverfahren über die Schweizer Group Global aus Hattenhofen eröffnet.

Über die Schweizer Group Global

Die Schweizer Group Global GmbH ist Hersteller von Aluminiumdruckgusskomponenten. Die Teile werden hauptsächlich im Bereich Motor und Antriebsstrang eingesetzt. Hauptkunden sind Automobilhersteller aus Deutschland. Der Automobilzulieferer beschäftigt derzeit noch 529 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den vier Standorten Hattenhofen, Murrhardt, Plauen und Roding. Das Unternehmen ist aus der Schweizer Group GmbH & Co. KG hervorgegangen, die im Februar 2019 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt hatte und im Oktober 2019 an einen US-amerikanischen Investor im Zuge einer übertragenden Sanierung verkauft wurde.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE