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Audi lackiert zwei Farben in einem Durchgang

| Autor/ Redakteur: ampnet/jri / Maximiliane Reichhardt

Zweifarbige Lackierungen in nur einem Lackierdurchgang: Audi hat ein neues Lackierverfahren entwickelt, mit dem sich unterschiedliche Farben in einem Durchlauf applizieren lassen.

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Das Overspray-freie, zweifarbige Lackieren bei Audi.
Das Overspray-freie, zweifarbige Lackieren bei Audi.
(Bild: Audi)

Der Begriff Overspray bezeichnet den Sprühnebel beim Lackieren, der in die Luft der Lackierkabine entweicht oder sich neben der zu lackierenden Fläche niederschlägt. Durch das „Overspray-freie Lackieren“ (Ofla) kann Audi jetzt zwei Farben im selben Lackierdurchgang auftragen. Das neue Verfahren soll erstmals bei den Editionsmodellen „Edition One“ des A4 und A5 Coupé zum Einsatz kommen. Hier erhält der Kunde das Dach auf Wunsch in Brillantschwarz. Audi ist der erste Automobilhersteller, der dieses Verfahren in Serie bringt.

Hintergrund der „Ofla“-Technik

Zweifarbige Lackierungen waren bislang zwingend mit zwei Lackierdurchgängen und vorherigem Abkleben verbunden. Bei der Ofla-Technik vermisst ein robotergeführtes Messgerät die Laserlötnaht zwischen Dach und Seitenwandrahmen des Autos. Anschließend trägt ein Applikator einen schwarzen, eigens für dieses Verfahren entwickelten Lack millimetergenau und ohne Sprühnebel in Streifen auf die Karosserie auf.

Durch das präzise Aneinanderreihen der feinen Farbstreifen entsteht die Kontrastlackierung – in nur einem Durchlauf. Das spart Zeit, Kosten und schont die Umwelt. Ofla reduziere so nicht nur den Lackverbrauch, es entfällt auch das bisher benötigte Abklebematerial.

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