Continental Mobilitätsstudie 2015

Autofahren ist immer noch Emotion

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Elektroautos in der Imagefalle

Elektroautos besitzen bei Autofahrerinnen und -fahrern in Deutschland ein besonders „grünes“ Image, wecken bisher jedoch kaum Emotionen. In der Mobilitätsstudie bewertet eine klare Mehrheit rein elektrisch betriebene Fahrzeuge zwar als besonders umweltfreundlich (72 Prozent) und vernünftig (67 Prozent), kaufentscheidende Imagefaktoren wie Fahrspaß (26 Prozent), attraktives Design (26 Prozent) und Sportlichkeit (23 Prozent) sind jedoch nur schwach ausgeprägt. Zusätzlich zu den höheren Anschaffungskosten im Vergleich zu konventionell betriebenen Fahrzeugen dämpft das unausgewogene Image die Erwartungshaltung der Autofahrer hinsichtlich einer eigenen Nutzung.

„Nach dem Boom vor einigen Jahren befinden sich reine Elektroautos aktuell in einer Imagefalle“, bewertete José Avila, Continental-Vorstandsmitglied und Leiter der Division Powertrain, die Studienergebnisse. In der Hybridisierung – also der Kombination von hoch modernen Verbrennungsmotoren und Elektromotoren - sieht er jedoch einen Ausweg: „Zunehmende Hybridisierung inklusive der 48-Volt-Technik wird der Elektromobilität den Weg bereiten. Sie ermöglicht ein vernünftiges Kosten-Nutzen-Verhältnis und erlaubt es Autofahrern zudem, erste Erfahrungen mit Elektromobilität zu sammeln.“

Auch in Bezug auf die Entwicklung des Images von E-Fahrzeugen zeigte sich Avila zuversichtlich: „Hybridfahrzeuge können Akzeptanz für Elektroautos schaffen. Autofahrer haben die Möglichkeit, in Hybridfahrzeugen streckenweise rein elektrisch unterwegs zu sein und den damit verbundenen Fahrspaß zu erleben.“ Avila sah sich von den Studienergebnissen insgesamt bestätigt, sowohl weitere Verbrauchspotentiale im Verbrenner zu erschließen und gleichzeitig die Strategie der schrittweisen Elektrifizierung des Antriebsstrangs konsequent voranzutreiben.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Zur Studie

Für die „Continental Mobilitätsstudie 2015“ hat das Markt- und Sozialforschungsinstitut infas im Auftrag von Continental in der zweiten Jahreshälfte 2014 in Deutschland 1.800 und in den USA 2.300 (Nicht-)Autofahrer repräsentativ sowie jeweils 400 Fahrzeughalter qualitativ in Deutschland, den USA, Frankreich, Japan und China befragt. Interviews mit Experten aus der Automobilindustrie und Forschung ergänzen die Studienergebnisse um die fachliche Betrachtungsweise.

(ID:43182994)