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Fahrerassistenzsysteme Autoliv investiert in Testzentrum

Autor: Sven Prawitz

Autoliv baut seine Aktivitäten im Bereich aktive Sicherheit aus. Der Zulieferer möchte so in den nächsten fünf Jahren Produkte entwickeln, die das automatisierte Fahren ermöglichen sollen.

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Autoliv testet seine Sicherheitssysteme nun auch auf einem Testgelände in Deutschland.
Autoliv testet seine Sicherheitssysteme nun auch auf einem Testgelände in Deutschland.
(Bild: Autoliv)

Der amerikanisch-schwedische Automobilzulieferer Autoliv investiert kräftig in die Entwicklung aktiver Sicherheitssysteme: Auf einem ehemaligen Flugplatz der US-Air-Force in der Nähe von Würzburg installierte der Zulieferer ein Testzentrum, um seine Produkte in realen Fahrsituationen testen zu können. Auf dem Gelände in Kitzingen können die Ingenieure neben der Startbahn (1,4 km lang) und der Rollbahn (1,3 km lang) auch kleine Zufahrtsstraßen nutzen. Zudem hat Autoliv im angrenzenden Gewerbepark eine Halle und Büroflächen gemietet. Zusätzlicher Vorteil: Auf den Straßen des Gewerbeparks lassen sich Situation aus dem urbanen Raum simulieren und testen. Die Teststrecke nutzt der Zulieferer aber nicht nur, um die eigenen Systeme zu testen: Auf dem Gelände finden auch Präsentationen für Kunden statt.

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Joint-Venture mit Volvo

Volvo und Autoliv haben kürzlich bekannt gegeben, ein gemeinsames Joint-Venture gründen zu wollen. Die beiden Unternehmen wollen ihre Kompetenz in Fahrerassistenzsystemen bündeln und gemeinsam an den nächsten Schritten zum automatisierten Fahren arbeiten. Das Gemeinschaftsunternehmen, für das noch ein Name gesucht wird, soll 2017 die Arbeit aufnehmen: Erste Produkte wollen die Partner ab 2019 auf den Markt bringen. Systeme, die das automatisierte Fahren ermöglichen sollen, wurden für das Jahr 2021 angekündigt. Volvo soll direkten Zugriff auf sämtliche Produkte des Joint-Ventures haben. Für alle weiteren OEMs wird Autoliv exklusiv den Vertrieb übernehmen.

Aktuell sorgen die Airbags des Unternehmens für mehr als die Hälfte des Umsatzes – 55 Prozent im Jahr 2015: Das größte Wachstumspotenzial sehen die Konzernlenker jedoch im Bereich der aktiven Sicherheit, der 2015 lediglich sieben Prozent zum Gesamtumsatz beitrug.

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Technikjournalist