EU-China-Investitionsabkommen Automobilindustrie begrüßt den Deal

Autor: Claus-Peter Köth

Das Handelsabkommen zwischen China und der EU soll zu mehr Planungssicherheit und einfacherem Marktzugang für europäische Unternehmen in der Volksrepublik beitragen. Der VDA sieht darin eine Chance.

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Produktion des BMW iX3 beim Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) in Dadong (China): Der VDA erhofft sich durch das Investitionsabkommen mehr Planungssicherheit und einen einfacheren Marktzugang.
Produktion des BMW iX3 beim Joint Venture BMW Brilliance Automotive (BBA) in Dadong (China): Der VDA erhofft sich durch das Investitionsabkommen mehr Planungssicherheit und einen einfacheren Marktzugang.
(Bild: BMW)

Die Europäische Union und die Volksrepublik China haben am Donnerstag (30.12.) den Abschluss der vor sieben Jahren begonnenen Verhandlungen zu einem Investitionsabkommen verkündet. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßt diese Einigung. Das Investitionsabkommen zwischen der Volksrepublik und der EU soll zu mehr Planungssicherheit und einfacherem Marktzugang für europäische Unternehmen in China beitragen. Zudem soll es die weitere Annäherung der Wettbewerbsbedingungen zwischen diesen wichtigen Automobilmärkten fördern und Anreize für mehr Handel und Investitionen zwischen China und der EU bieten. Noch liegt der Vertragstext der Öffentlichkeit nicht vor.

Stärkung für den Standort Deutschland

Das erst kürzlich verabschiedete Abkommen RCEP (Regional

Comprehensive Economic Partnership) habe Europa einmal mehr gezeigt, wie wichtig Handels- und Investitionsabkommen seien, so der VDA weiter.

RCEP schaffe die größte Freihandelszone der Welt und verbinde China mit den ASEAN-Mitgliedsstaaten Japan, Südkorea, Neuseeland und Australien.

„Das EU-China-Investitionsabkommen bedeutet eine Stärkung für den Standort Deutschland, den internationalen Handel und den Wettbewerb. Es muss nun möglichst schnell ratifiziert werden“, erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. „Für unsere Unternehmen wird die Planungs- und Investitionssicherheit gestärkt. Zudem leisten solche Abkommen immer auch einen wichtigen Beitrag zum Dialog über Menschenrechts- und Umweltschutzstandards. Auch deshalb unterstützen wir den Fortschritt in den Beziehungen zwischen Brüssel, Berlin und Peking.“

China gewinnt weiter an Bedeutung

Der chinesische Markt gewinnt für die deutsche Automobilindustrie schon seit vielen Jahren an Bedeutung.

Ob als Produktionsstandort, Absatz- oder Exportmarkt: Die Volksrepublik spielt laut VDA eine zentrale Rolle bei der Sicherung von Arbeitsplätzen auf beiden Seiten. Zum Beispiel unterhalten VDA-Mitgliedsunternehmen über 350 Standorte in China – so viel wie an keinem anderen Auslandsstandort. Im vergangenen Jahr produzierten deutsche Hersteller 5,1 Millionen Pkw in China und beschäftigen mehr als 125.000 Mitarbeiter vor Ort.

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