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Preh Bediensystemtrends und Fahrsicherheit

| Redakteur: Thomas Günnel

Die Bediengewohnheiten im Umgang mit Smartphones, Tablets und anderen mobilen Endgeräten verändern die Erwartungen der Autofahrer an Bediensysteme im Fahrzeug­interieur. Ein Mittelkonsolenkonzept der Preh GmbH zeigt seriennahe Entwicklungen auf.

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Blick ins Cockpit: Der Audi A8 war das erste Fahrzeug mit integrierter Touchpad-Funktionalität (2010).
Blick ins Cockpit: Der Audi A8 war das erste Fahrzeug mit integrierter Touchpad-Funktionalität (2010).
(Preh)

Mit beinahe zwingender Logik wird davon gesprochen, dass die Autofahrer in Zeiten von Smartphones, Tablets und Ähnlichem nun (fast) alle Funktionen dieser Geräte auch in ihren Fahrzeugcockpits erwarten würden. Wie viel Prozent der heutigen Autokäufer sind es aber tatsächlich, die wie selbstverständlich fordern, in ihrem Fahrzeug auf Webseiten surfen, E-Mails beantworten und YouTube-Videos ansehen zu können oder die im Auto ihren Facebook-Account checken wollen? Sollte es das Automobilcockpit gar mit der heute zunehmend in Wohnzimmern zu beobachtenden Symbiose von Couch und iPad aufnehmen?

Ganz ohne Ironie: Die Realität im Jahr 2012 dürfte je nach Endkundensegment unterschiedliche Erwartungen an Infotainmentkonzepte in Fahrzeugen zeigen.

Das Mittelkonsolenkonzept der Preh GmbH mit einer Echtglasoberfläche im Black Panel Design sowie zentralem Controller mit integriertem Touchpad.
Das Mittelkonsolenkonzept der Preh GmbH mit einer Echtglasoberfläche im Black Panel Design sowie zentralem Controller mit integriertem Touchpad.
(Preh)

Während man sich über die Fragen des „Was“ und „Wie viel“ an Infotainment-Funktionalitäten noch uneins sein darf, setzt der Smartphone-Trend unaufhaltsam neue Standards. Das betrifft die Art und Weise, wie Funktionen ausgewählt und gehandhabt werden. Der Smartphone-Anteil an den weltweiten Handyverkäufen beläuft sich nach Angaben des US-Marktforschungsunternehmens IDC auf derzeit rund ein Drittel.

Die Zeitspanne der Blickabwendung

Weltweit wurden laut einem Marktreport von Gartner allein im ersten Quartal 2012 mehr als 144 Millionen Smartphones verkauft. Die Tendenz ist steigend, wie an den deutschen Verkaufszahlen deutlich wird: Waren es hier im Jahr 2011 laut Statista noch 14,5 Millionen Smartphones, so beläuft sich die Prognose für das Jahr 2012 auf 18 Millionen verkaufte Smartphones (+ 24 Prozent).

Bedienoberflächen von Smartphones oder Tablet PCs bieten beispielsweise die unbestritten praktischen Wisch-Gesten zum Blättern durch Menüs oder Zoom-Gesten zum Verkleinern und Vergrößern von Bildschirminhalten. Diese Art des Bedienens ist inzwischen gar nicht mehr wegzudenken. Verglichen mit dem guten alten „Knopfdruck“ gibt es allerdings einen kleinen – aber doch wichtigen – Unterschied: Die Zeitspanne der Blickabwendung.

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