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Wirtschaft

Bericht: Daimler stellt den Smart auf den Prüfstand

| Redakteur: Svenja Gelowicz

Daimler muss sparen; auch weil die Entwicklung der Zukunftstechnologien derzeit viel Geld schluckt. Um Kosten zu senken, prüft der Hersteller laut einem Bericht gerade, ob der defizitäre Zweisitzer Smart eine Zukunft hat. Noch im laufenden Jahr soll eine Entscheidung fallen.

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In Genf hat Daimler den Smart Forease+ vorgestellt. Doch laut einem Bericht steht der kleine Zweisetzer in Stuttgart auf dem Prüfstand.
In Genf hat Daimler den Smart Forease+ vorgestellt. Doch laut einem Bericht steht der kleine Zweisetzer in Stuttgart auf dem Prüfstand.
(Bild: Daimler)

Der Smart könnte Daimlers Spardruck zum Opfer fallen, berichtete das „Handelsblatt“ am Sonntag. Der Gewinn des Premiumhersteller ist im vergangenen Jahr um 30 Prozent eingebrochen, Themen wie die Elektromobilität oder automatisierte Fahrfunktionen kosten eine Menge Geld. Laut einem Bericht sollen nicht nur Maßnahmen wie eine Entwicklungsallianz mit der Konkurrenz aus München Kosten senken: Der Zweisitzer Smart ist nicht profitabel, und daher soll noch in diesem Jahr eine Entscheidung über die Zukunft der Kleinwagen-Marke fallen.

Und: Auch mit Ausscheiden von Daimler-Chef Dieter Zetsche verliere der Smart seine wichtigste Lobby im Daimler-Konzern. Der designierte Nachfolger und Noch-Entwicklungschef Ola Källenius habe „keine Historie mit dem Smart“, zitiert die Zeitung aus Konzernkreisen, Källenius stehe außerdem unter Druck. Im Konzern wachse die Ungeduld mit dem defizitären Kleinwagen. „Wir haben noch andere Themen“, zitiert das „Handelsblatt“ einen hochrangiger Daimler-Manager. Selbst Opel schreibe nach zwei Jahrzehnten im Minus ja mittlerweile Gewinne.

Konzernkreise: Hoffnung für den Smart gibt es in China

Der letzte Smart mit konventionellem Verbrenner läuft Mitte des Jahres vom Band. Die E-Variante soll etwa 22.000 Euro kosten. Laut dem „Handelsblatt“ sucht Smart-Chefin Katrin Adt gerade in China nach Partnern, um die Kosten des E-Smarts zu senken. Die Stuttgarter führen demnach Gespräche mit BAIC und Geely.

Die nächste Smart-Generation könnte auch nicht mehr im französischen Hambach, sondern im weltweit größten Automarkt China gebaut werden. Und dafür strebe man mit einem lokalen Anbieter eine, so die Zeitung, „gleichberechtigte Partnerschaft“ an.

Mit Material von dpa

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